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Aussagen von Christdemokraten im Landtag „sehr befremdlich“

Bückeberg-Debatte: Keller (CDU) denkt über Rücktritt nach

EMMERTHAL. Der Emmerthaler CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Rolf Keller schließt nicht aus, sein Amt wegen der Debatte um den Lern- und Dokumentationsort Bückeberg zur Verfügung zu stellen. Der Kommunalpolitiker aus Börry begründet seine Überlegungen damit, dass Christdemokraten auf Landes- und Bundesebene die Pläne für den früheren Austragungsort der NS-Propagandaveranstaltung „Reichserntedankfeste“ mehr oder weniger offen verstärkt unterstützen würden.

veröffentlicht am 13.09.2018 um 15:26 Uhr
aktualisiert am 13.09.2018 um 16:10 Uhr

Bückeberg, Luftaufnahme wfx, Kopfbild: wal
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Ich habe durch mein hervorragendes Wahlergebnis bei der letzten Kommunalwahl für Emmerthal eine große Verantwortung erhalten“, teilt der Kritiker der Bückeberg-Pläne mit, der mit seiner ablehnenden Haltung dazu viele Einwohner hinter sich wisse. „Dieser Verantwortung will ich gerecht werden, dazu muss ich nicht Vorsitzender der CDU Emmerthal bleiben.“ Den letzten Ausschlag für seine Erklärung gaben nun die Äußerungen von Dirk
Toepffer als Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Zwar hat Toepffer im Landtag eingefordert, das Ergebnis einer Bürgerbefragung und die Meinung der Einwohner in die weitere konzeptionelle Planung einzubeziehen, dennoch zeichne sich eine grundsätzliche Zustimmung ab, vermutet Keller. Die Aussagen des Fraktionsvorsitzenden sehe er „als sehr befremdlich“. Auf Betreiben der SPD habe der Bund – und damit mit der CDU in der Regierungsverantwortung – innerhalb von nur drei Wochen für die Bückeberg-Pläne über 700 000 Euro bewilligt. Bei inzwischen 1,5 Millionen Euro Projektkosten handele es sich überwiegend um Steuergelder, die dringend benötigt würden für die Infrastruktur in Emmerthal. Keller bekräftigt, dass das Ergebnis einer Einwohnerbefragung „für uns verbindlich“ sei. Der Christdemokrat: „Alles andere entblößt die demokratischen Grundsätze.“



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