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Reservisten mit britischen Pionieren in Hajen im Einsatz / Alfons Petit reist extra aus Antwerpen an

Brückenkopf lockt internationale Beobachter

Hajen (gro). Drei Tage lang biwakiert die Reservistenkameradschaft Emmerthal an der alten Fährstelle Hajen auf mehreren von Erwin Bode zur Verfügung gestellten Wiesen. „Das ist für alle unsere Mitglieder ein Höhepunkt im Reservistendasein“, hebt der Vorsitzende Harald Kather hervor. Maßgeblich trage dazu der harte Kern von 20 Mitgliedern bei, die die drei Tage bis in das letzte Detail durchorganisiert hätten, um den insgesamt 221 Reservisten mit ihren 30 Fahrzeugen den Aufenthalt angenehm, aber nach Vorgabe eines Bundeswehrzeltlagers, zu gestalten. Dabei sind auch Gäste aus Holland, Dänemark, Belgien und natürlich die Streitkräfte der britischen Pioniere Hameln mit 30 Soldaten, drei Brückenlegern und diversen Kleinfahrzeugen vertreten.

veröffentlicht am 09.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:21 Uhr

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Für kurze Zeit lebt an der Fährstelle Hajen der Fährverkehr wieder auf – es herrscht ein ständiges Hin und Her zwischen Ost- und Westufer, allerdings nur für Fahrzeuge, die militärisch historisch geführt werden, sowie für militärisch uniformierte Personen. Möglich machen das der Hauptmann der britischen Pioniere Hameln, Edmund Scanland, und seine Soldatinnen und Soldaten.

Mit Freude und Spaß verrichten sie ihre „Übersetzfahrten“, obwohl die für sie im Rahmen eines Trainingswochenendes und damit dienstlich durchgeführt werden müssen. Die Freude habe aber einen Grund, so Scanland. „Sonst sind wir bei unseren Übungen alleine und es werden kaum Fahrzeuge übergesetzt. Das ist jetzt anders – und das macht mit den Bundeswehrreservisten Spaß.“ Hinzu komme, dass hier sehr viele und alte militärhistorische Fahrzeuge zu sehen seien, auch britische – und „die befinden sich alle in einem perfekten Zustand“, lobt der britische Berufsoffizier.

Ein besonderer Gast ist aus Antwerpen mit seiner Tochter angereist, Alfons Petit. Für ihn ist es eine Reise, die Erinnerungen an seine Militärzeit in der belgischen Armee wachruft. „Das ist nun 38 Jahre und neun Monate her“, sagt Alfons Petit. Damals sei er Verbindungsoffizier der 4. Panzerbrigade in Soest und in das Nato-Manöver „Black Dominica“ mit eingebunden gewesen. In Daspe sei er 1973 der „Brückenkommandant“ gewesen, wo mittels Brückenlegern zahlreiche Fahrzeuge und Panzer die Weser überquert hätten.

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  • Mit Freude und Spaß verrichteten die britischen Soldatinnen und Soldaten ihr Trainingswochenende.

Er wolle die Weser heute und hier noch einmal sehen und dieses Hin und Her mit den Brückenlegern seiner Tochter zeigen, die Militärärztin sei, denn: „So oft bekommt man die Gelegenheit nicht, dies zu sehen und das dann noch in so kameradschaftlicher Atmosphäre.“ Das sagten sich auch viele Zivilisten, die die Übung „Weserbrückenkopf Hajen 2012“ zahlreich vom Ufer aus beobachteten.

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