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Schulsozialarbeiter Christian Martl sieht sich als Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Lehrer

Brückenbauer und Mutmacher

AERZEN. Die „Schule im Hummetal“ hat wieder einen Schulsozialarbeiter. Seit Anfang April verstärkt Christian Martl das Oberschul-Team. Schulsozialarbeit, das ist für den studierten Sozialpädagogen professionell durchgeführte soziale Arbeit in der Schule und mit den Menschen, die dort lernen und arbeiten.

veröffentlicht am 09.05.2018 um 15:18 Uhr

Der 46-jährige Christian Martl ist der neue Schulsozialarbeiter an der Aerzener Oberschule. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Der 46-Jährige sieht sich selbst als Ansprechpartner sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer und Eltern. Betrachtet man den Lebenslauf des zweifachen Vaters, so fallen zwei Dinge ins Auge: Zum einen hat sein Arbeitsschwerpunkt bisher in der Straffälligenhilfe gelegen, weniger in der reinen Schulsozialarbeit. Zum anderen passt das persönliche sportliche Interesse des Bad Pyrmonters perfekt zur aktiven Ausrichtung der „Bewegten Schule“ im Hummetal.

Wie sah Christian Martls Arbeitsalltag bisher aus? „Nach meinem Sozialpädagogik-Studium in Bielefeld war ich anfangs als Sozialpädagoge in verschiedenen kirchlichen Organisationen in der Jugendarbeit tätig. Seit 2003 habe ich ausschließlich in der Straffälligenhilfe gearbeitet. Neben hauptamtlichen Angeboten, wie einer Beratungsstelle, einem Wohnprojekt für haftentlassene Männer und Angeboten für Jugendliche, engagieren sich im Bielefelder ‚Kreis 74‘, meinem bisherigen Arbeitgeber, viele Bürgerinnen und Bürger auch ehrenamtlich für Menschen in und nach der Haft“, erklärt Martl.

Mit einem Wohnortwechsel von Bielefeld nach Bad Pyrmont hat sich der Sozialpädagoge nun auch beruflich umorientiert und nicht nur seinen Arbeitsweg deutlich verkürzt, sondern mit der Schulsozialarbeit Neuland betreten. Allerdings: Mit seiner Qualifikation „Erlebnispädagogik in Jugendhilfe und Schule“ hat er bereits vor vier Jahren den Grundstein für einen Wechsel gelegt. Das Erlernte kann man besser in der Schule als in der Straffälligenhilfe anwenden, wurde Christian Martl im Laufe seiner 18-monatigen Fortbildung schnell bewusst. Und dann wären da ja auch noch seine sportlichen Interessen: Fußball, Selbstverteidigung, Fitness, um nur einige Schwerpunkte zu nennen. In diesem Bereich ist er auch innerhalb der wenigen Wochen an seiner neuen Wirkungsstätte weit über die Kennenlernphase hinaus gekommen und bietet für die Schülerinnen bereits eine Selbstverteidigungs-AG an, während er für die Schüler die Arbeitsgemeinschaft „Boxen“ ins Leben gerufen hat.

Bisher hat Christian Martl ausschließlich mit strafmündigen jungen Menschen gearbeitet, nun freut er sich auf seine neuen Aufgaben, die ihn auch mit unter 14-Jährigen zusammenführt. Natürlich hat ihn seine bisherige Arbeit geprägt. „Ich sehe die Wirksamkeit von Strafen sehr differenziert“, erklärt er. „Konzeptionell möchte ich Ansprechpartner für Schüler, Lehrer und Eltern sein, egal ob Einzelfallhilfe gefragt ist oder es gilt, eine Gruppenproblematik aufzuarbeiten“, erklärt der neue Schulsozialarbeiter der Schule im Hummetal.

Langfristig ist sein Ziel, seiner Arbeit ein eigenes Profil zu geben, wie er sagt, aber natürlich führt er Bewährtes, wie beispielsweise die „Deeskalierer“-AG, erst einmal an der Schule fort.



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