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Groß Berkels Ortsbürgermeisterin: „Die Finanzierung ist nicht gesichert

Brenntrogrennen fällt ins Wasser

GROSS BERKEL. Nicht nur das Hummespringen in Klein Berkel wurde auf das kommende Jahr verschoben, auch das Brenntrogrennen in Groß Berkel findet nicht statt. Dabei war der Termin 14. bis 19. August bereits vom Organisator Wilfried Bönick bekanntgegeben worden. Grund der Absage: die Finanzierung – gerade mal 800 Euro.

veröffentlicht am 28.06.2017 um 09:49 Uhr

Nasses Vergnügen – das Brenntrogrennen von Groß Berkel. Doch in diesem Jahr fällt der Spaß aus. Foto: sbr/Archiv
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Auf der Tagesordnung der letzten Ortsratssitzung tauchte das Thema Brenntrogrennen und Altdorffest dann plötzlich zur Beratung auf der Tagesordnung auf, nachdem Wilfried Bönick von der Ortsbürgermeisterin wissen wollte, ob die Veranstaltung nun wie geplant ablaufen kann. Vonseiten der Groß Berkeler Ortsbürgermeisterin Renate Oetzmann hieß es im Anschluss an die Sitzung: „Das Brenntrogrennen fällt aus, weil die Finanzierung nicht gesichert ist.“ Und für das Einwerben von Sponsoren ist der Zeitraum mittlerweile zu kurz, sagt Wilfried Bönick. Das Brenntrogrennen inklusive Training und Vorrunden sowie Finalläufe an insgesamt sechs Tagen kostet den Ausrichter – in Groß Berkel war das bisher der Ortsrat – etwa 800 Euro, obwohl viele Arbeiten ehrenamtlich beziehungsweise unentgeltlich erledigt werden, wie beispielsweise der Auf- und Abbau des Stegs und das Mähen der Böschung durch den Aerzener Bauhof. „Zur Sicherheit der Teilnehmer muss an allen sechs Tagen die DLRG vor Ort sein. Darüber hinaus werden Pokale gekauft und ein Toilettenwagen für die Woche angemietet. Aber auch die Schankgenehmigung und das Material für das Herrichten der Brenntröge muss organisiert und besorgt werden“, listet Wilfried Bönick nur einige Punkte auf. Aus Ortsratsmitteln können die Kosten, die das Brenntrogrennen alle zwei Jahre verursacht, nicht beglichen werden, sagt Renate Oetzmann. Das Altdorffest im kommenden Jahr soll aber laut Aussage der Ortsbürgermeisterin nicht in Gefahr sein. Dabei war es vor ein paar Jahren der ausdrückliche Wunsch des Ortsrats, die ursprünglich einmal gemeinsam alle zwei Jahre veranstalteten Groß Berkeler Feste Brenntrogrennen und Altdorffest voneinander zu trennen, um so in jedem Jahr eine Veranstaltung anbieten zu können, sagt Wilfried Bönick. „Das Brenntrogrennen hatte zuvor auf das Altdorffest eingestimmt und nach den Finalläufen ging es dann immer zum Feiern ins Altdorf. Einziger Knackpunkt war, dass sich der Kindernachmittag beim Altdorffest und die Finalläufe des Brenntrogrennens am Samstagnachmittag überschnitten“, erinnert er sich. In der Vergangenheit hat der Groß Berkeler neben der Organisation des fröhlichen Wettpaddelns auf der angestauten Humme auch noch persönlich im Namen der Ortsbürgermeisterin die Sponsorengelder eingeworben. Die 2013 geflossenen finanziellen Mittel reichten sogar für die Ausrichtung der Brenntrogrennen 2013 und 2015, mussten aber immer bei der Gemeindeverwaltung eingezahlt und anschließend in einem umständlichen Verfahren wieder abgerufen werden, wie Wilfried Bönick berichtet. „Ein zeitaufwendiger Verwaltungsakt und am Ende musste ich sogar mit meinem privaten Geld in Vorleistung treten, da sich die Auszahlung um ein paar Tage verzögerte“, erinnert sich der Organisator. Das möchte er in Zukunft auf gar keinen Fall mehr tun müssen. Außerdem gibt der Groß Berkeler zu bedenken, dass sich durch die Trennung der beiden Feste manche Kosten verdoppelt hätten. So muss beispielsweise nun jedes Jahr für rund 300 Euro der Toilettenwagen angemietet werden, wie er vorrechnet. Wie es nun mit den Dorffesten und Veranstaltungen in Groß Berkel weitergeht? Die Ortsbürgermeisterin möchte zukünftig andere bei der Ausrichtung von Veranstaltungen mehr in die Pflicht nehmen, wie sie sagt. „Für das Brenntrogrennen 2017 ist es aber dafür zu spät“, bedauert Wilfried Bönick.

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