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Betreuungsverein bezieht Saal im Dorfgemeinschaftshaus / Förderantrag: Gemeinde wartet auf Entscheidung

Brandschutz - Kinder müssen umziehen

EMMERTHAL. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Emmern, in dem auch die Kinderbetreuung und die Feuerwehr untergebracht sind, entwickelt sich zur Geduldsache. Noch immer steht eine Entscheidung aus, ob die Gemeinde Zuschüsse aus einem Förderprogramm erhält, wie Bürgermeister Andreas Grossmann bekannt gab.

veröffentlicht am 21.08.2017 um 14:05 Uhr

Die Räume der Kinderbetreuung im Obergeschoss müssen ebenfalls saniert werden, um den Brandschutz zu verbessern. Foto: Dana
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Weniger Geduld hatte der Landkreis, wenn es um das Thema Sicherheit geht. Die Aufsichtsbehörde duldete aus Gründen des Brandschutzes keinen Aufschub, weshalb der Verein Kinderbetreuung Emmern mit aktuell 19 Jungen und Mädchen aus dem Obergeschoss in den Festsaal umgezogen ist.

Das von Vereinen und Einrichtungen – darunter Tafel und Jugendtreff – genutzte Zentrum stand wiederholt zur Debatte, wobei der Brandschutz eine wesentliche Rolle spielt. Sogar der Abriss mit Neubau war geprüft, diese Überlegung aber wieder verworfen worden. Zuletzt war die Gemeinde auf ein neues Programm des niedersächsischen Sozialministeriums gestoßen und hatte Ende Juni einen entsprechenden Antrag gestellt, um für die Investitionen in Höhe von knapp 850 000 Euro bis zu 90 Prozent Fördergelder erwarten zu können. Da es kurzfristig aufgelegt worden war und die Gemeinde schon die fertigen Pläne aus der Schublade ziehen konnte, hatte der Bürgermeister sich gute Chancen ausgerechnet. Andere Kommunen waren aber offenbar ebenso schnell dabei. „Deutlich überzeichnet“ sei das Programm, wusste Grossmann nach Rückfrage in der zuständigen Behörde. Zu den Aussichten, ob Emmerthal mit Geld rechnen könnte, habe es aber keine Auskünfte gegeben.

Mit einer schnellen Lösung rechnet die Gemeinde nun nicht. Das gab Grossmann auch der DRK-Vorsitzenden Roswitha Iwan zu verstehen, die sich in der Sitzung des Fachausschusses zu Wort gemeldet hatte. Sie bat um eine zeitliche Einschätzung, weil ihr Ortsverein ja im Dorfgemeinschaftshaus die Adventsfeier für die Senioren plane. „Ich würde über Alternativen nachdenken“, schlug Grossmann beispielsweise die „Kleine Kultur(n)halle“ vor.

Vorteile genießen hingegen die Beteiligten des Kinderbetreuungsvereins. „Wir profitieren vom Provisorium“, sagt die Leiterin Stefanie Gründel. Der Saal biete mit verschiedenen Funktionsbereichen bessere Möglichkeiten als die Räume im Obergeschoss. Mit großer Unterstützung sei es bis zum Ende der Sommerpause erreicht worden, „alles bestmöglich zu nutzen“. Zwar hätte die Gemeinde Hilfe angeboten, doch Eltern und deren engagierten Bekannten hätten den Umzug zur eigenen Sache erklärt und unterstützt. Gründel: „Alle sind zufrieden.“



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