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Dorfgemeinschaftshaus Emmern soll saniert werden / Konzept vorgestellt

Brandschutz hat oberste Priorität

EMMERTHAL. Wie bereits während der Fachausschusssitzung am Montag, nahm auch während der Sitzung des Ortsrats Emmerthal am Dienstagabend das Thema „Dorfgemeinschaftshaus Emmern“ breiten Raum ein. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass der Erhalt und die Sanierung des Gebäudes, entsprechend dem Ergebnis einer Kosten-Nutzen-Rechnung, schon aus wirtschaftlicher Sicht dem angedachten Abriss und einem Neubau vorzuziehen seien.

veröffentlicht am 01.06.2017 um 13:03 Uhr
aktualisiert am 01.06.2017 um 14:20 Uhr

Vor über 50 Jahren wurde das Dorfgemeinschaftshaus Emmern errichtet – daran erinnert eine Tafel im Gebäude, das dringend sanierungsbedürftig ist. Foto: br
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Burkhard Reimer Reporter
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Zwar hatten sich, wie berichtet, SPD und Bündnis-Grüne im Ortsrat ursprünglich für einen Neubau, dann gleich in Verbindung mit einem Sportlerheim, ausgesprochen, doch konnten sie sich dem Rechnungsergebnis nicht verschließen und stimmten letztlich dem von Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer vorgetragenen Beschlussvorschlag ebenfalls zu, der wiederum auf den Vorstellungen der CDU-FWE-Gruppe im Ortsrat basiert.

Vorrangig sollen demnach nun die notwendigen Brandschutzmaßnahmen in Angriff genommen werden. Im aktuellen Haushalt der Samtgemeinde Emmerthal sind dafür 356 000 Euro veranschlagt, die zwar derzeit noch mit einem Sperrvermerk versehen sind, doch dieser soll in der nächsten Sitzung des Samtgemeinderats am 15. Juni aufgehoben werden.

Darüber hinaus spricht sich der Ortsrat für eine, wie es im Beschlussvorschlag heißt, „bedarfsorientierte Sanierung“ des DGH aus. Dazu hatte die CDU-FWE-Gruppe, wie bereits am Montagabend angekündigt, ein umfangreiches Konzept erarbeitet, das während der Ortsratssitzung vom stellvertretenden Gruppensprecher Ernst Nitschke vorgestellt wurde. Daraus geht unter anderem hervor, dass dem Kinderbetreuungsverein Emmern auch künftig die Räume im Obergeschoss des Hauses zur Verfügung stehen sollen, was wiederum den Fortbestand von 25 Kita-Plätzen im DGH sichert. Auch soll der Jugendtreff seine bisherigen Räume behalten. Zudem spricht sich das Konzept für eine Vergrößerung des DRK-Schulungsraums aus, die durch einen Wanddurchbruch erreicht werden soll.

„Das“, so DRK-Vorsitzende Roswitha Iwan, „würde uns schon sehr entgegenkommen“. Hingegen soll „auf eine grundsätzliche energetische Sanierung des Gebäudes“ verzichtet werden. Begründet wird auch das mit einem Kosten-Nutzen-Vergleich, bei dem Investitionen in Höhe geschätzter 780 000 Euro 10 000 Euro an Energiekosten pro Jahr gegenüberstehen. Gleichwohl würden Einzelmaßnahmen zur Energieeinsparung wie beispielsweise der Austausch von alten Holzfenstern und -außentüren sowie eine Teilung des Saals durch eine flexible Trennwand, von der CDU-FWE-Gruppe mitgetragen.

Zwar soll, wie es im Beschlussvorschlag weiter heißt, der Konzeptvorschlag von CDU und FWE, „ergänzend zu den vorhandenen Planungen in die Realisierungsmaßnahmen einbezogen“ werden, doch warnte Samtgemeindebürgermeister Andreas Grossmann ausdrücklich vor „falschen Hoffnungen“. Dass beispielsweise Geld, das möglicherweise aus dem Topf für den Brandschutz übrigbleibe, dann für kleinere Einzelmaßnahmen zur Verfügung gestellt werde, komme sicher nicht in Betracht. Der Samtgemeindebürgermeister verwies auf den Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Brandschutzkonzepts und fügte hinzu, dass für weitere Maßnahmen auch neue Beschlüsse gefasst werden müssten.



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