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Aerzenerin blieb über Wochen auf dem Sperrmüll sitzen / Kreisabfallwirtschaft bedauert lange Wartezeit

Blitzabfuhr – wenn Geduld gefragt ist

AERZEN. Blitzabfuhr? Nachvollziehbar, dass der werbewirksame Begriff der Kreisabfallwirtschaft, Sperrmüll innerhalb kurzer Zeit abzuholen, etwas mehr Tempo verspricht. Gut drei Wochen hingegen musste Doris Krietemeier aus Aerzen warten, bis endlich die nicht ganz billige Abfuhr erfolgte. Blitzschnell geht anders.

veröffentlicht am 05.02.2018 um 12:42 Uhr

Sperrmüll, Müll, Foto: Dana
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Nicht gerade blitzschnell, wie der Name dieses Serviceangebots vielleicht vermuten lässt. Krietemeier gehört nicht gerade zu denen, die sich schnell aufregen, aber: „Ich finde es wichtig, dass alle Kunden der Kreisabfallwirtschaft wissen, dass die Blitzabfuhr keine ist“ – dann könnten sie sich darauf einstellen.“ Zumindest räumt der Landkreis auf Nachfrage ein, dass diese Wartezeit für die Aerzenerin „sicherlich nicht zufriedenstellend“ gewesen sei.

Eine Situation, für die das Angebot eigentlich zugeschnitten ist, um die zweimal jährlich möglichen kostenlosen Sperrmüll-Termine im Rhythmus der Entsorger bei Bedarf zu ergänzen, erlebte Krietemeier zu Jahresbeginn. Sie hätte eine Wohnung in Aerzen entrümpeln müssen, berichtet sie. Da sie ein fremdes Grundstück als Abstellplatz nutzen musste, meldete sie eine Blitzabfuhr bei der KAW an. Im Abfallkalender stehe, dass die Blitzabfuhr, die ja schließlich auch bezahlt werden müsse, innerhalb von drei bis vier Tagen erfolge – „eine Woche wäre ja auch in Ordnung gewesen“, meint die Aerzenerin. Am 10. Januar habe sie dort mit der Disponentin gesprochen. Der ihr angebotene Termin sei aber erst drei Wochen später, nämlich am 31. Januar gewesen. Krietemeier blieb nichts andere übrig, als sich darauf einzulassen. Eine Alternative dazu gab es nicht. Ärgerlich nur: Der eine oder andere Aerzener habe einfach weiteren Müll dazugestellt, wo sie selbst die Abfälle gesammelt hatte.

Wann eine Blitzabfuhr nach einer Anmeldung tatsächlich beim Kunden abgeholt werde, sei nicht verbindlich geregelt, berichtet Landkreis-Sprecherin Sandra Lummitsch. Die Regelungen der Abfallentsorgungssatzung würden grundsätzlich einen „kurzfristigen Termin“ vorsehen, wobei die Wartezeit in Aerzen nicht zufriedenstellend sei. Allerdings seien zum Zeitpunkt der Anmeldung am 10. Januar die für eine kurzfristige Blitzabfuhr vorgehaltenen personellen und logistischen Kapazitäten bereits ausgeschöpft gewesen, worauf die Kundin hingewiesen worden sei.

„Da es sich bei der Blitzabfuhr um eine gesonderte Tour handelt, die außerhalb beziehungsweise zusätzlich zu der normalen Sperrmüllabfuhr geplant und disponiert werden muss, entsteht hier aufgrund des zusätzlichen Verwaltungsaufwandes und der weniger kompakten Sammelgebiete ein Mehraufwand“, teilt Lummitsch mit. Immerhin: Die Kreisabfallwirtschaft „bedauert die im vorliegenden Fall aufgetretene Wartezeit“, räumt die Behördensprecherin ein, da Blitzabfuhren eigentlich entsprechend zeitnah abgeholt würden.

Alles nachvollziehbar, weiß Doris Krietemeier. Nur der Müllberg, der sei schließlich bis Mittwoch ordentlich gewachsen. Ob PC, Waschmaschine oder andere Abfälle, wie sie berichtet: „Eindrittel davon stammt nicht von uns – jetzt bin ich natürlich gespannt auf die Rechnung.“



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