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Biogasanlage öffnet sich für Innenansichten

Emmerthal (ubo). Biogasanlagen werden in Deutschland immer populärer, aber kaum ein Anwohner weiß, wie die Energieanlagen von Innen aussehen und was dort gemacht wird. Um das zu ändern, hatten die Emmerthaler nun die Gelegenheit, die komplexe Anlage am Ort „haut- und nasennah“ zu erkunden. Seit Dezember 2007 ist die Biogasanlage Emmerthal in Betrieb und produziert Strom und Wärme.

veröffentlicht am 28.06.2009 um 17:51 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:41 Uhr

Biogasanlage
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Emmerthal (ubo). Biogasanlagen werden in Deutschland immer populärer, aber kaum ein Anwohner weiß, wie die Energieanlagen von Innen aussehen und was dort gemacht wird. Um das zu ändern, hatten die Emmerthaler nun die Gelegenheit, die komplexe Anlage am Ort „haut- und nasennah“ zu erkunden. Seit Dezember 2007 ist die Biogasanlage Emmerthal in Betrieb und produziert Strom und Wärme.
 „Ich habe die Anlage direkt vor der Haustür. Im Vorbeifahren sieht man aber immer nur die drei Behälter – wie die Anlage funktioniert, darüber habe ich immer gerätselt“, erklärte Iris Capobianco ihr Interesse. Mit ihr nahmen viele andere Interessierte die Gelegenheit wahr, um die Anlage zu besichtigen und mit den Betreibern direkt zu sprechen.
„Die Anwohner stellten auch kritische Fragen“, freute sich Harald Müller, Geschäftsführer der Agrardienste Weserbergland und der Tochtergesellschaft Naturgas Emmerthal, über den Dialog. Anschließend gab es eine ausführlich Begehung der Anlage und fachmännische Erläuterungen zu den vielfältigen Arbeitsgängen. Das gefiel auch Ulrike und John Palmer. „Es war beeindruckend, die Anlage von innen zu sehen. Die Führung war sehr informativ“, lobte das Ehepaar. „Auf der Anlage riecht man kaum etwas“, wunderte sich Silke Grabig. Denn im Sommer rieche es manchmal in der Umgebung. Bei Hitze und Ostwind sogar etwas mehr. Die Entwicklung der „geringen“ Geruchsbelästigung erklärte Müller mit dem Standort: „Bei Westwind werden die Gerüche nicht in den Ort getrieben, sondern auf das Feld. Lediglich bei Ostwind können Geruchsbelästigungen auftreten.“
 Werner Henze beschäftigte eine andere Frage. Er wollte wissen, ob man eine Biogasanlage auch im Kleinformat „zusammen mit Nachbarn betreiben kann, um Gartenabfälle oder Rasenschnitt zu verwerten“. Ein anderes Thema, das die Gemüter bewegte, waren die Straßenverunreinigungen im Ort, die durch den Anlieferverkehr für die Biogasanlage entstehen. Auf einen entsprechenden Einwand der Gemeinde reagierten die Betreiber: Die Hauptstraße werde nun einmal während- und nach der Ernte gereinigt, sagte Müller. „Es ist erheblich besser geworden“, bestätigten Irmgard und Wilhelm Meyer. 60 Prozent des angelieferten Materials wird über die Hauptstraße in Emmerthal und rund 40 Prozent über Grohnde transportiert.
 Als „bestlaufende Biogasanlage“ lobten die zahlreichen Betriebes-Vertreter und Politiker die Emmerthaler Anlage, und auch Emmerthals Erster Gemeinderat, Elmar Günzel, zeigte sich erfreut darüber, dass sich der Betrieb der Öffentlichkeit präsentiert.
 „Zudem ist es toll, dass Emmerthal mit dieser Anlage einen Beitrag zum Klimaschutz leistet“, freute sich Günzel.

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