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In Börry sollen Bauarbeiten in diesem Jahr beginnen / Für Amelgatzen hofft Politik auf günstigeres Finanzierungsmodell

Bildungshauskonzept – neuer Zeitplan zeichnet sich ab

Emmerthal (cb). Nach zähen politischen Beratungen um die Finanzierung des Bildungshauses Börry, das zunächst den ursprünglichen Kostenrahmen gesprengt hatte, soll in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Obwohl mit dem Folgeprojekt in Amelgatzen erst nach Abschluss der Arbeiten im Ilsetal voraussichtlich 2014 gestartet werden soll, will die Politik schon jetzt die Weichen stellen, um frühzeitig günstigere Modelle zu prüfen. Damit hat die Mehrheitsgruppe aus SPD und Bündnisgrünen die Gemeindeverwaltung beauftragt. In dem Antrag heißt es, das Rathaus solle die Frage eines externen Bauträgers unter dem Gesichtspunkt des Modells „Public Private Partnership“, bei dem eine Kommune mit einem Wirtschaftsbetrieb die Planungen betreibt, prüfen. Gruppensprecherin Ruth Leunig (SPD) nannte als eine Möglichkeit die Kreissiedlungsgesellschaft, die beispielsweise in Aerzen am Kindergarten einen Anbau errichte.

veröffentlicht am 25.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:41 Uhr

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Wie Bürgermeister Andreas Grossmann auf Nachfrage sagt, zeichnet sich nun ein aktualisierter Fahrplan für das Emmerthaler Bildungshauskonzept ab, das später als geplant abgeschlossen wird. Danach sollen an den drei Standorten Kirchohsen, Börry und Amelgatzen Grundschulen und Kindertagesstätten räumlich und pädagogisch unter einem Dach zusammengefasst werden. Bekanntlich reagiert die Gemeinde damit auf den demografischen Wandel und will ohne Neubauten in ausreichender Zahl die gesetzlich geforderten Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder einrichten. Und: Trotz zunächst hoher Investitionskosten sollen langfristig Ausgaben gesenkt werden, weil einige Gebäude, für die sich eine Sanierung abzeichne, nicht mehr notwendig sind.

Fast Alltag ist das Bildungshauskonzept bereits in Kirch- ohsen, wo schon äußerlich ein Verbindungsgang zwischen Schule und Kita die Zusammenarbeit symbolisiert. Zuvor war die Schule in Grohnde geschlossen worden. „Wenn alles glattläuft“, zeigt sich Grossmann vorsichtig, beginnt in diesem Jahr der Umbau des alten Schulgebäudes in Börry. Dafür sind im Haushalt 763 000 Euro eingeplant. Anschließend folgen bis voraussichtlich 2014 die Arbeiten im derzeitigen Schulgebäude, in das dann die Kindertagesstätte des Ilsetals einzieht. Für diese Investition mit Kosten in Höhe von etwas mehr als 900 000 Euro hat die Gemeinde Fördergelder von rund 600 000 Euro bewilligt bekommen. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, schließen in Börry die beiden Kitas in Hajen und Esperde, da die Jungen und Mädchen dann das Bildungshaus in Börry besuchen.

Auch wenn der Schulstandort Amelgatzen zwischenzeitlich in Frage gestellt worden war – Verwaltung und die Mehrheit der Politik wollen an ihm festhalten. Im Haushalt 2012 sind die ursprünglich angesetzten Kosten für das Bildungshaus (460 000 Euro) aber gestrichen worden. Neue Zielmarke ist das Jahr 2014 – somit wird auch die Kindertagesstätte Hämelschenburg, die mit in Amelgatzen aufgehen soll, etwas länger bestehen bleiben können. Nach den Erfahrungen in Börry will sich der Bürgermeister übrigens nicht auf eine mögliche Investitionssumme festlegen. Ob Brandschutz oder Schadstoffe – es gebe zu viele Unbekannte. Die bislang kalkulierten 460 000 Euro seien eine „Schätzmarke“. Grossmann: „Und die ist mit Vorsicht zu genießen.“ Der Antrag der SPD/Grüne-Gruppe stößt aber im Rathaus auf Zustimmung. Laut Grossmann hätten bereits erste Gespräche dazu stattgefunden, auch Fördermöglichkeiten würden geprüft.



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