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Seniorenbeirat engagiert sich für die Aktion „Qualitätszeichen generationenfreundliches Einkaufen“

Besserer Service – nicht nur für ältere Kunden

Aerzen (sbr). Immer mehr Unternehmen entdecken den Wachstumsmarkt „Alter“ als neue Geschäftschance, denn mit Blick auf die zu erwartende demografische Entwicklung lässt sich nicht verleugnen: Der sogenannte „Silbermarkt“ boomt. Doch hat sich auch der heimische Einzelhandel auf dieses neue ältere Kundenpotenzial eingestellt? Der Seniorenbeirat Aerzen will sich dem Thema widmen.

veröffentlicht am 25.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 09:41 Uhr

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Vom Seniorenring Wolfsburg wurde bereits im Februar 2009 ein Zertifikat für „Seniorenfreundlichen Service“ eingeführt. Niedersachsens scheidende Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Mechthild Ross-Luttmann, hat das „Wolfsburger Modell“ zum Vorbild genommen und Seniorenvertretungen dazu angeregt, in ihrer Kommune Einzelhändlern Zertifikate für Generationenfreundlichkeit auszustellen. „Ältere Menschen verfügen über eine lange Einkaufs- und Konsumerfahrung. Sie sind als Kunden Profis mit hohen Ansprüchen und Erwartungen, besonders an Service und Qualität. Nicht nur die ältere Kundschaft, sondern alle Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren von einem Qualitätssiegel. Deshalb trägt die Aktion den Titel ,Generationenfreundliches Einkaufen‘“, erläutert die Ministerin im „Leitfaden für alle niedersächsischen Seniorenvertretungen zur Zertifizierung von Einzelhandelsgeschäften in Niedersachsen“ das aktuelle Projekt.

Beim Aerzener Seniorenbeirat stieß der Leitfaden, den die Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) zusammen mit kompetenten Partnern entwickelt hat, auf großes Interesse. „Die Aktion ,Qualitätszeichen generationenfreundliches Einkaufen‘ fordert uns auf, aktiv zu sein und die Zukunft mitzugestalten. Guter Service dient allen Generationen. Wer mit einem Rollator oder dem Kinderwagen einkaufen geht, weiß breite Gänge und einen stufenlosen Geschäftseingang zu schätzen“, so die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Barbara Cramer. Sie hat umgehend die Initiative ergriffen und sich mit der Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Aerzen – Groß Berkel in Verbindung gesetzt hat. Auch Annegret Lorenz kann sich gut vorstellen, das Leistungsangebot, die Geschäftsräume und das Serviceverhalten des Personals ihres Schuhfachgeschäftes in Groß Berkel durch qualifizierte Seniorentester untersuchen und nach bestimmten Kriterien bewerten zu lassen, um anschließend mit der Zertifizierung und dem bundesweit einheitlichen Logo „Generationenfreundliches Einkaufen“ zu werben. Wichtige Kriterien bei der Zertifizierung sind beispielsweise die Erreichbarkeit des Geschäftes und des Eingangsbereiches, die Laden- und Sortimentsgestaltung sowie der Service. Bonuspunkte kann der Einzelhandel sammeln, wenn beispielsweise speziell geschultes Personal zur persönlichen Unterstützung der Kundschaft mit Problemen zur Verfügung steht. „Ich habe die Unterlagen studiert und bin von dem Projekt begeistert. Ich habe dem Aerzener Seniorenbeirat bereits meine Unterstützung zugesagt und werde auch bei den Mitgliedern der Werbegemeinschaft Aerzen/Groß Berkel für die Zertifizierung ,Generationenfreundliches Einkaufen“ werben‘“, so Vorsitzende Annegret Lorenz. Das Projekt will sie auf der nächsten Mitgliederversammlung der Werbegemeinschaft im Mai ausführlich vorstellen.

Wer Interesse hat, an einer Schulung für Seniorenteste am 27. Mai in Bückeburg teilzunehmen, kann sich bis zum 19. Mai beim Aerzener Seniorenbeirat unter der Telefonnummer 05154/9880 (Gemeindeverwaltung Aerzen) oder 05154/538 (Barbara Cramer) anmelden.

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Die Seniorenbeiratsvorsitzende hofft auf viele zukünftige Mitwirkende am Projekt „Generationenfreundliches Einkaufen“, die bereit sind, sich aktiv für mehr guten Service zu engagieren.

Das Logo des Qualitätsmerkmals „Generationenfreundliches Einkaufen“ soll nach dem Wunsch des Seniorenbeirates demnächst im Eingangsbereich möglichst vieler Aerzener Einzelhändler zu finden sein. Fritz Hansemann und Inge Müller kaufen gern bei Annette Quast (großes Foto, v. li.). Christian Schomaker (kleines Foto, re.) berät im Supermarkt Bernd Koch. Fotos: sbr

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