weather-image
Erstes Konzept für den Umbau des Lindenangers in Hagenohsen steht nach langer Diskussion

Bei der Umgestaltung reden die Bürger mit

Emmerthal (jch). Der kleine Sitzungssaal der Gemeinde Emmerthal ist auch am späteren Abend noch gut gefüllt. Mehr als zweieinhalb Stunden lang wird diskutiert. Es geht um zwei Konzepte für die Umgestaltung des Lindenangers in Hagenohsen. Möglichkeiten werden gegeneinander abgewägt und verschiedene Änderungsoptionen besprochen. „Alles in allem eine sehr konstruktive Diskussion“, sagt Andreas Grossmann, Bürgermeister von Emmerthal. Am Ende der Diskussion, gegen 21 Uhr, wird eine einstimmige Entscheidung für einen der Pläne gefällt.

veröffentlicht am 04.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:41 Uhr

270_008_4453180_lkae105_0502.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Das Besondere an diesem Prozess, der in dieser oder ähnlicher Form in jeder Stadt stattfindet: Er fand nicht hinter den so oft kritisierten „verschlossenen Türen“ statt. Vertreter aller Interessengruppen der Gemeinde Emmerthal waren genauso eingeladen worden wie die Einwohner. Jeder sollte die Chance haben, sich an der Entscheidung zu beteiligen und eigene Ideen einzubringen. „Durch die Bürgerbeteiligung erzielen wir eine deutlich höhere Akzeptanz bei solchen Baumaßnahmen“, sagt Andreas Grossmann, Bürgermeister der Gemeinde Emmerthal. Die Ideen der Bürger und Interessenvertreter seien allesamt realistisch gewesen. „Unsere Bürger wissen, dass wir begrenzte Mittel zur Verfügung haben, niemand hat überzogene Forderungen gestellt.“ Es sei wie ein kleines Stuttgart 21, sagt Grossmann, nur eben von Beginn an darauf ausgelegt, den Bürgern eine Plattform zur Mitsprache zu bieten. So fühlt sich auch Martina Groth, die in direkter Nähe zum Lindenanger wohnt, von der Politik „mit einbezogen“. „Ob sich unsere Vorschläge aber alle umsetzen lassen, werden wir sehen.“

Nachdem bereits seit gut zehn Jahren über den Umbau des Lindenangers diskutiert worden war, ohne dass bislang Greifbares dabei herausgekommen wäre, geht es mit der Planung nun voran. „Es sind Planungskosten in den Haushalt eingestellt. Sobald dieser verabschiedet ist, geben wir den Planungsauftrag an die Firma raus“, sagt Grossmann. Der am Donnerstag vorgestellte Plan sei lediglich „eine Ideenskizze“ des Hannoveraner Planungsbüros. Es werde noch weitere Treffen geben, um über die Details der Umgestaltung zu klären. Auch hier sollen die Bürger zu Wort kommen.

Das Konzept für den Umbau des Lindenangers sieht ein Kiosk mit Toilettenanlage vor. Außerdem soll ein hölzerner Bootsanleger für Wassersportler in Verbindung mit einem Sonnendeck am Weserufer unterhalb des Buswendeplatzes gebaut werden. Neue Bäume sollen den rastenden Radwanderern im Sommer Schatten spenden. Weitere Bäume sollen den Festplatz umrahmen. Auch Heiko Wiebusch, Projektleiter der Leader-Region östliches Weserbergland, hat sich für diesen Vorschlag ausgesprochen. „70 Prozent der Kosten können über das Leader-Projekt gefördert werden“, sagte er nach der mehrstündigen Veranstaltung. Über die genaue Höhe der zu erwartenden Kosten schwiegen sich sowohl Grossmann, als auch Wiebusch aus.

Eine erste Ideenskizze des Gewinner-Büros. Grafik: wendland
  • Eine erste Ideenskizze des Gewinner-Büros. Grafik: wendland
Heiko Wiebusch
  • Heiko Wiebusch
Andreas Grossmann
  • Andreas Grossmann

„Wenn alles optimal läuft, können wir zum Ende der Fahrradsaison 2012 den ersten Spatenstich machen“, sagt Grossmann. Hat seine Prognose Bestand, können Wanderer, Radfahrer und Wassersportler ab dem Frühjahr 2013 den umgestalteten Lindenanger nutzen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt