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Die Emmerthaler Eisenbahnfreunde wollen ihr Domizil um früheren Wartesaal vergrößern

Baustelle Bahnhof: Die Welt im Miniaturformat

Emmerthal (gm). Als der Kirchohsener Willi Max seine neueste Errungenschaft, das „Schweineschnäuzchen“ auf die „Spur H0“ setzt, funkeln die Augen von sechs erwachsenen Männern. „Das Schweineschnäuzchen, auch Ameisenbär genannt, wurde Anfang der 30er Jahre als kostengünstiger Treibwagen von der Wismarer Triebwagen- und Waggonfabrik gebaut“, weiß Max zu berichten, der zu den Gründungsmitgliedern der Interessengemeinschaft „Eisenbahnfreunde Emmerthal“ gehört.

veröffentlicht am 26.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 09:41 Uhr

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Seit Juli 2008 werkeln und schrauben die Mitglieder in der ehemaligen Emmerthaler Bahnhofsgaststätte mindestens einmal wöchentlich, um sich allesamt ihren Kindheitstraum zu erfüllen. Allerdings, so räumen es an diesem Abend sechs von insgesamt 13 Tüftlern ein, sei der Modelleisenbahnbau ein Hobby ohne zu erwartenden Abschluss. „Wir bringen alle und jederzeit neue Ideen ein, und unsere Module werden ständig mehr“, erzählt Detlef Brockmann aus Börry. „Aber wir werden wahrscheinlich niemals ein Ende finden“, schmunzelt Siegfried Reese aus Ohr. In dem 80 Quadratmeter großen Clubraum in der ehemaligen Bahnhofsgaststätte haben sich die Mitglieder ein ideales Domizil geschaffen, um gemeinsam ihrem Hobby nachzugehen. „Und wir sind auf Erweiterungskurs“, informieren Thomas Brachmann und Peter Gerunde. „Den ehemaligen Wartesaal, hier direkt nebenan, werden wir in Kürze auch anmieten“, berichtet Peter Gerunde. Dann kommen weitere 40 Quadratmeter hinzu, und die IG „Eisenbahnfreunde Emmerthal“ könnte erstmals die „Spur H0“, die sie im Maßstab 1:87 bauen, von der wesentlich kleineren „Spur N“ (Maßstab 1:160) trennen. Von der „Spur N“, die deutlich arbeitsintensiver und filigraner ist, gibt es bereits 50 laufende Meter Schienen, die sich allerdings auf bislang lediglich elf unterschiedliche Module erstrecken. Mit 28 laufenden Metern Schienen sind die Kollegen von der gegenüberliegenden „Spur H0“-Baustelle deutlich im Hintertreffen, überzeugen aber bereits mit 17 komplett ausgestatteten Modulen. „Bei uns ist halt alles etwas größer, und wir bauen authentische Effekte ein“, verdeutlicht Detlef Brockmann. Ein durch Lichteffekte brennendes Haus, das sogar qualmt, Feuerwehrautos mit Sirenen und sogar einen beleuchteten Biergarten haben die „H0-Tüftler“ in ihren Modulen eingebaut. Bis zum Ende der Sommerferien möchten die Eisenbahnfreunde aus Emmerthal ihren zweiten Raum renoviert und ausgebaut haben, um damit mehr Platz zu schaffen für weitere Modellbauer. Sie wollen ihnen die Möglichkeit bieten, sich in der Interessengemeinschaft zu engagieren, die keiner Vereinssatzung unterliegt. „Wir expandieren räumlich und auf Schienen“, sagen die Tüftler an den unterschiedlichsten Trafos unisono, die bereits auf einigen Streckenabschnitten selbst fahrende Autos in ihre Modelllandschaften integriert haben. Wer selbst auch Spaß und Interesse am Modelleisenbahnbau hat, kann sich im Internat unter www.eisenbahnfreunde-emmerthal.de über die zahlreichen Aktivitäten informieren.

Alte Gegenstände aus der Bahnhofsgeschichte vom Schild bis zum Fahrplan gehören mit zur Ausstattung der Eisenbahnfreunde.

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