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Täter beschädigen Buchen und Eichen

Baumfrevel am Ahorn schockiert die Forstgenossen

Aerzen (wj). Die Aerzener Jagdpächter haben sie entdeckt, und die Aerzener Forstgenossenschaft erstattete sofort Anzeige wegen Baumfrevel im Buchenwald der Abteilung 18, die an der „Osterbreite“ nahe des Waldweges zur Ahorn-Siedlung liegt. Hier wurde der vor 25 Jahren angelegte Roteichen-Bestand, der jetzt einen Baumdurchmesser von etwa 15 bis 20 Zentimetern hat, von bisher Unbekannten regelrecht heimgesucht. Zahlreiche junge Bäume wurden einfach „abgepellt“, und zwar rundherum.

veröffentlicht am 09.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 03:21 Uhr

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Das völlige Absterben dieser Zukunftsbäume im Laufe des Sommers ist nicht mehr aufzuhalten, wie die Forstgenossen glauben. Als besonders frevelhaft sehen sie auch das Zerstörungswerk an einer 140 Jahre alten Buche, die bis in einer Höhe von zwei Metern ebenfalls bearbeitet wurde. „Offenbar wurde hier mit Äxten, Beilen und Schlagmessern gewütet“, so der die Aerzener Forst betreuende Revierförster Volker Reinecke, der auch noch auf eine 40-jährige Fichte in der Nähe hinweist, die komplett zu Fall gebracht wurde. „Außerdem wurde eine in der Nähe befindliche Waldarbeiter-Schutzhütte demoliert und quer auf dem Waldweg zurückgelassen“, ergänzt Forstvorsitzender Volker Cramer, „und an einem Hochsitz wurde die Sitzbank beschädigt. Das ist reiner Vandalismus.“ Beide schätzen den Gesamtschaden auf etwa 1000 Euro, möglicherweise eine teure „Vatertagstour“, denn da könnte es passiert sein, so deren Vermutung. „Aber auch der Wald hat Augen und Ohren. Irgendwann dürften die Täter ermittelt werden“, sagt Revierförster Reinecke.

Polizei hofft auf Hinweise von Zeugen

Die Aerzener Polizei hat bislang noch keine Anhaltspunkte zu den Tätern, hält es aber ebenfalls für hypothetisch, dass am Vatertag bei einigen Heranwachsenden zu viel Übermut im Spiel war, so Kommissar Thomas Bleibaum. Bei der Tat handelt sich übrigens nicht um ein Kavaliersdelikt. Sie werde als Sachbeschädigung verfolgt, so Bleibaum. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich an die Polizeistation Aerzen (Tel. 05154/8364) zu wenden,

Forstvorsitzender Volker Cramer (links) mit Revierförster Volker Reinecke an den 25 Jahre alten Roteichen, die total „abgepellt“ wurden.

Foto: wj



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