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Zaun ist da, Schild steht, Haus wird abgerissen / Bis Baubeginn müssen noch Wohnungen verkauft werden

Baulücke „Alte Brotfabrik“ wird geschlossen

Aerzen. Es tut sich was an der Osterstraße in Aerzen. Seit mittlerweile fast sechs Jahren klafft in der Ortsmitte ein Loch, wo ehemals die Gebäude der alten Brotfabrik gestanden haben. Nach 125-jähriger Unternehmensgeschichte wurde das Betriebsgelände im Altdorf abgerissen. Die Nutzung des fast 4000 Quadratmeter großen Areals war lange offen, doch nun weist ein Schild, von der Osterstraße aus gut sichtbar, darauf hin, dass demnächst Bauarbeiten auf dem Gelände beginnen könnten.

veröffentlicht am 31.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:21 Uhr

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Autor:

von christoph boßmeyer
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Und erste Arbeiten sind auch schon im Gange – ein Haus nebenan muss weichen, Bagger sind im hinteren Teil schon fleißig dabei, die Häuser dem Erdboden gleichzumachen. Auch Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner zeigt sich zufrieden, dass es endlich losgeht. Als Investor tritt bei dem Projekt das Bauunternehmen von Helfried Busche auf, das sich in Aerzen bestens auskenne, wie der Geschäftsführer sagt. „Seit 1993 haben wir hier 21 Häuser hochgezogen. Wir haben einen Bezug zu Aerzen“, sagt Busche erfreut darüber, dass wieder mal eine Zusammenarbeit klappt.

Entstehen sollen an der Osterstraße insgesamt zwei Gebäude, eines im hinteren Teil des Grundstücks, eines mit der Front zur Osterstraße. Von der Straße aus sichtbar solle der Neubau auch städtebaulich etwas hermachen, sagt Wagner. Bauplaner Karl Hoppe pflichtet dem Bürgermeister bei. „Die Fassade soll modern wirken, sich aber auch ins Erscheinungsbild der Osterstraße gut einfügen“, erklärt er. Außerdem soll es Balkone geben, und auch ein Fahrstuhl wird in den Bau integriert, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Im hinteren Teil sollen acht Wohnungen entstehen, vorn ein Mix aus Wohnungen und Geschäftsräumen.

Insgesamt sollen so am Ende 14 Wohneinheiten geschaffen worden sein. Zwei davon seien schon vermietet, sagt Günter Hellmich vom Immobiliencenter der Sparkasse Weserbergland. „Die Aufmerksamkeit ist groß, die Nachfrage auf jeden Fall da“, sagt er. Auch wenn es im Grunde keine bestimmte Zielgruppe gebe, werde das Wohnangebot wohl vor allem ältere Menschen ansprechen, die vielleicht eine kleinere Wohnung suchten, aber in Aerzen bleiben wollten.

Mit im Boot sitzt auch die Volksbank im Wesertal, womit beide Banken bei der Vermarktung an einem Strang ziehen. Norbert Gellert, Vorstandsmitglied der Volksbank, ist froh über den Schulterschluss beider Geldhäuser, da „das Projekt für Aerzen bedeutend ist“. Dem kann sich Hellmich nur anschließen. Er hebt hervor, dass es nicht immer so gewesen sei, dass Sparkasse und Volksbank in dieser Form kooperierten.

Die Zusammenarbeit der Geldhäuser war auch ein Wunsch des Bürgermeisters, der schon lange an der Brache aus städtebaulicher Sicht etwas tun wollte. Wagner: „Mit dem Projekt auf dem Gelände der alten Brotfabrik und den übrigen Bauprojekten wie Pöhlenstraße und Rampen sind wir von Straße und Infrastruktur her in der Innenstadt dann soweit auf dem Laufenden.“

Nach dem Abriss des an die Brache angrenzenden Gebäudes dauere es jedoch noch, bis die tatsächlichen Bauarbeiten begännen. „Der Verkauf der Wohnungen entscheidet ein Stück weit über den Baubeginn“, heißt es unisono von Sparkasse und Volksbank. Es geht also erst los, wenn ein bestimmter Teil der Wohnungen erfolgreich vermarktet ist. Erhofft werde aber ein Baubeginn Anfang 2015, dann könnte das Projekt Ende 2015, spätestens Anfang 2016, abgeschlossen sein. Der geplante Bau an der Osterstraße wird laut Investor rund 1,5 Millionen Euro kosten.

Auf dem Gelände der alten Brotfabrik mitten in Aerzen tut sich was. Gerade ist eine Firma damit beschäftigt, das Gebäude abzureißen. Der Baubeginn lässt aber noch auf sich warten.cbo



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