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Die ersten Rückhaltestufen sollen die Anwohner von Gold- und Beberbach vor vollen Kellern schützen

Baubeginn für den Hochwasserschutz nach dem Winter

Grupenhagen (sbr). Das Hochwasservorsorgekonzept zum Schutz der Anwohner von Gold- und Beberbach sowie deren Nebengewässern zwischen Grupenhagen und Selxen stehe in Teilen kurz vor der Umsetzung. Das teilte Bürgermeister Bernhard Wagner in seinem aktuellen Sachstandsbericht zum Hochwasserschutz während der Ortsratssitzung in Grupenhagen mit. Die Arbeiten für den Bau von drei kleineren Rückhaltestufen im Bereich Bösingfelder Straße/Abzweig Posteholz wurden bereits ausgeschrieben. Mit dem Bau soll, je nach Witterung, Anfang 2011 begonnen werden, so Wagners Ausführungen. Anschließend soll der Bau von Hochwasserrückhaltebecken im Oberlauf des Beberbaches sowie im Auenwald Schrappmühle realisiert werden. Zuvor hatte sich Grupenhagens Ortsratsmitglied Dietrich Senke (SPD) angesichts der jüngsten Starkregenfälle kritisch über die Untätigkeit verschiedener Behörden geäußert. „Die Rückhaltebecken hätten schon längst fertig sein können, um den Hochwasserschutz zu verbessern. Die Straßenmeisterei ist nicht einmal in der Lage, die Gullis zu reinigen. Und auch die Rohrleitungen für das Oberwasser müssten dringend gespült werden, aber nichts passiert“, ärgerte sich Senke. „Hochwasserschutz ist eine Langzeitaufgabe, doch wenn die Keller der Bürger volllaufen, haben sie kein Verständnis für die nötige Zeitschiene von der Planung bis zur Umsetzung“, zeigte sich der Bürgermeister verständnisvoll gegenüber den Anliegen der Anwohner.

veröffentlicht am 22.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

Das neue Konzept soll die beiden Bäche im Zaum halten. Foto: sbr
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Durch die Umsetzung eines kleinen Teils des Vorsorgekonzeptes an den Oberläufen der beiden Bäche hofft Bernhard Wagner bereits auf eine spürbare Entlastung bei Hochwasser. Ortsbürgermeister Friedrich Beckmeier machte auch deutlich, dass die Umsetzungen verschiedener Maßnahmen, bei denen vorhandene Geländestrukturen für die Rückhaltebecken genutzt werden könnten, oft am Widerstand der betroffenen Landwirte scheiterten. „Es hat sich offensichtlich noch nicht herumgesprochen, dass die Ackerbestellung im Bereich von Rückhaltebecken uneingeschränkt möglich ist“, erklärte der CDU-Kommunalpolitiker. Auch im Bereich der Ortschaft Königsförde soll im kommenden Jahr der Regenwasserkanal im südlichen Bereich geändert und verlegt werden. Damit werde die Hochwassergefahr durch einen geänderten Ablauf des Oberwassers im Bereich der Brücke über den Beberbach entschärft, sagt Bürgermeister Bernhard Wagner. Darüber hinaus waren sich Bürgermeister und Ortsrat einig, die Vorbereitungen zur Umsetzung des 13 Punkte umfassenden Hochwasservorsorgekonzeptes weiter gemeinsam voranzutreiben. So liege im Falle möglicher Förderungen ein unverzüglich umsetzbares Konzept vor. Dazu gehöre bereits im Vorfeld die Klärung von Eigentumsfragen. Um den jetzt anstehenden Bau der Rückhaltestufen zu realisieren, hätten die betroffenen Eigentümer die Flächen hierfür bereits zur Verfügung gestellt, so Wagner.



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