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Kreispolitik gegen neue Standort-Diskussion

Bauaufschub ja– Schulschließung nein

AERZEN / EMMERTHAL. Eigentlich sollte es in der Sitzung des Kreis-Schulausschusses ja um die Entwicklung der allgemeinen Schulen des Landkreises Hameln-Pyrmont zu inklusiven Schulen und eine Fristverlängerung für die Umsetzung der Barrierefreiheit bis zum 31. Juli 2024 gehen. Diese Fristverlängerung wurde zum Schluss der Debatte zwar auch einstimmig vom Ausschuss abgenickt; die Emotionen entbrannten bei allen Parteien aber bei diesem Tagesordnungspunkt über eine Bemerkung, die von Kreisrätin Sabine Meißner eigentlich nur in einem Nebensatz angesprochen wurde:

veröffentlicht am 26.01.2018 um 17:49 Uhr

Foto: pixbay
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Darin hatte Meißner im Zusammenhang mit Bauinvestitionen auf die in der Verwaltung wieder in Gang gesetzte Diskussion über die Schulstandorte im ländlichen Raum für die Schulen Emmerthal und Aerzen verwiesen: „Eine weitere Umsetzung von Barrierefreiheit vor Abschluss der Entscheidungsfindungsphase für die Entwicklung des Schulstandortes Emmerthal erscheint nicht sinnvoll“, hatte Meißner den Standpunkt der Verwaltung vorgetragen.

Eine Bemerkung, die FDP-Ausschuss-Mitglied Heinrich Fockenbrock umgehend zur Wortmeldung veranlasste. Er verwies darauf, dass sich die Politik im Kreis vor drei Jahren darauf geeinigt habe, die Schulstandort-Diskussion zu beenden. Alle Kreisschulen hätten mit eigenem Profil eine Bestandsberechtigung, so Fockenbrock: „Und jetzt fangen Sie für die Verwaltung an, die Schulstandorte wieder infrage zu stellen“, wetterte er in Richtung Kreisrätin. Er und seine Gruppe akzeptierten nicht, dass die abgeschlossene Diskussion über die Schulstandorte wieder aufgegriffen werde, so der FDP-Mann. Wie Irmgard Lohmann (CDU) kritisierte Fockenbrock zudem, dass die Politik bislang nicht in diese Verwaltungsüberlegungen einbezogen worden seien und erst über die Presse davon erfahren hätten. Ausschuss-Vorsitzende Ursula Körtner beendete darauf den „Nebenkriegsschauplatz“ des Tagesordnungspunktes mit der Bemerkung, dass man die Verwaltung ruhig Überlegungen anstellen lassen könnte, da schließlich die Politik in Fragen Schulstandorte die Entscheidungen treffe.

Zurück beim eigentlichen Tagesordnungspunkt war ein Konsens dann schnell gefunden: Da die Oberschule Hessisch Oldendorf und die KGS Bad Münder schon bauliche Barrierefreiheit aufweisen, und mit der Haupt- und Realschule Emmerthal, der Oberschule Aerzen und der Oberschule Hessisch Oldendorf bereits integrative Schwerpunktschulen im Kreis vorhanden sind, sollen noch anstehende Baumaßnahmen zur Barrierefreiheit in der Schule im Hummetal, der Johann Comenius Schule der Schule am Kanstein vorerst noch aufgeschoben werden.

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