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Brückenbau soll November 2018 fertig sein

Bauarbeiten in Amelgatzen: Bahnverkehr wird mehrfach gesperrt

AMELGATZEN. Die Straße ist seit Montagabend gesperrt. Die Baufirma ist mit ihren Maschinen angerückt. Die marode Straßenbrücke im Verlauf der Landesstraße 431 wird komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Vermutlich ein Jahr lang werden die Arbeiten an dem Neubau und die weiträumigen Umleitungen dauern.

veröffentlicht am 20.11.2017 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 20.11.2017 um 19:25 Uhr

Entgegen den Ankündigungen gab es am Montagmorgen noch freie Fahrt in Amelgatzen. Foto: uk
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Bei der 1962 gebauten Brücke wurden bereits vor geraumer Zeit sogenannte Spannungskorrosionsrisse festgestellt, die die Tragfähigkeit beeinträchtigen, berichtet Markus Brockmann, Leiter des Geschäftsbereichs Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Der Grund dafür sei, dass in der damaligen Zeit minderwertige Baustähle verwendet wurden. Eine Gefahr für den normalen Fahrzeugverkehr ging aber bis zur jetzigen Sperrung nicht von der Brücke aus. Sie war lediglich für den Schwerlastverkehr gesperrt. Von den Statikern der Straßenbaubehörde hatte die Brücke aber nach Bekanntwerden der Schäden dennoch nur noch eine begrenzte Nutzungsfrist erhalten: Und diese Restnutzungsdauer endet am 31. Dezember des Jahres.

Neben statischen Berechnungen und Neubau-Planungen waren für die Erneuerung der Eisenbahnbrücke umfangreiche logistische Vorplanungen erforderlich. So hat die Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ihren Brückenbau bereits vor vier Jahren bei der Bahn AG angemeldet. Denn an drei Wochenenden im kommenden Jahr muss der Bahnverkehr auf der Strecke Hameln-Bad Pyrmont wegen Baumaßnahmen vollkommen stillgelegt werden. So ist am zweiten Januar-Wochenende, also von Samstag, 13. Januar um 6.30 Uhr, bis Montag, 15. Januar um 4.40 Uhr, der Zugverkehr auf der Strecke wegen des Brückenabrisses total gesperrt.

Am 21. April von 5.40 Uhr bis zum 23. April um 4.40 Uhr gibt es dann eine zweite Strecken-Vollsperrung. Dann soll das Traggerüst über die Bahntrasse gebaut werden, das für die Verschalung und Betonierung der neuen Brücke notwendig ist. In diesem Arbeitsschritt sollen auch die Widerlager und Pfeiler des Bauwerks hergerichtet werden.

Letzte Vollsperrung der Bahnstrecke ist dann für den Abbau des Gerüstes notwendig. Das soll vom 25. August, 15.40 Uhr, bis zum 27. August um 4.40 Uhr geschehen. Während allen drei Sperrpausen ist für Bahnkunden ein Schienen-Ersatzverkehr vorgesehen. Und da die Strecken-Sperrungen jeweils an Wochenenden stattfinden, sind Berufspendler nicht betroffen.

Brockmann geht davon aus, dass die Brückenbaumaßnahme „keine unendliche Geschichte“ wird. „Ende November 2018 soll der Verkehr wieder rollen“, ist er zuversichtlich.

Ein „im Brückenbau versiertes Unternehmen“ sei mit den Arbeiten beauftragt worden, so der Behördenleiter. Schon allein wegen der Streckensperrungen, die die Bahn nicht mehr kurzfristig verschieben kann, sei „im Bauplan genügend Luft drin, um Puffer zu haben“, erläutert Markus Brockmann.

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