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Forche wertet unverbindliche Antwort des Verkehrsministeriums positiv

Autonomes Fahren: Gellerser sehen ermutigende Signale

AERZEN. Die Gellerser wollen das Projekt „Autonomes Fahren“ vorantreiben. In der Hoffnung, dass sich ihr Dorf, die Gemeinde oder gleich die Leader-Region Westliches Weserbergland als Modellprojekt in naher Zukunft entwickeln könnte, hatte Dr. Thomas Forche den Verkehrsminister angeschrieben – und nun Antwort erhalten.

veröffentlicht am 16.08.2017 um 11:40 Uhr

Wenn Hightech den Autofahrer immer mehr ersetzt: Was sich wie Zukunftsmusik anhört, befindet sich längst in der Testphase. Hier ein Mitarbeiter von Bosch in einem Auto, das als Prototyp für autonomes Fahren genutzt wird. Foto: dpa
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Die Antwort aus dem niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unter Minister Olaf Lies fällt zwar betont unverbindlich aus, dennoch werde der Brief sehr positiv gewertet, meint Forche, gleichzeitig Ortsbürgermeister. Bei einer Sitzung vor wenigen Tagen haben die Mitglieder der sogenannten „Zukunftswerkstatt“ in Gellersen beschlossen, die Planungen zu konkretisieren, wie Forche auf Nachfrage sagt.

Damit würden die Gellerser auch dem Appell aus dem Ministerium nachkommen, mit dem zunächst einmal Eigeninitiative gefordert worden war. „Sollten Sie Partner für die Umsetzung für ein solches Projekt finden“, das allerdings gewisse Bedingungen erfüllen müsse, würden „wir uns sehr über Informationen freuen und würden dies auch gerne mit unterstützen“, heißt es in der von Michael Schäfer unterzeichneten Antwort. Schäfer ist in dem Ministerium im zuständigen Referat beispielsweise Ansprechpartner für Verkehrsprojekte wie Mobilität und Innovation. Die Überlegungen aus Gellersen würden als „sehr zukunftsweisend“ begrüßt, schreibt er.

Dass selbstfahrende E-Autos, die nach dem Ziel der Gellerser die Mobilität in ländlichen Regionen verbessern sollen, noch Zukunftsmusik sind, ist Forche bewusst. „An diesem Thema werde ich auf jeden Fall dranbleiben“, sieht er aber zumindest Rückendeckung aus Hannover, zu gegebener Zeit im Ministerium Gehör zu finden. Zunächst gehe es ja um Zwischenschritte. Beispielsweise habe das Dorf eine Fahrdienstliste geschaffen. Derzeit acht Einwohner könnten angefragt werden, wenn Jüngere beispielsweise mit dem Auto zum Vereinstreffen in andere Orten gebracht werden müssten oder Ältere zum Arzt wollten. Noch sei „die Frequenz gering“, meint Forche über die Nachfrage des Fahrdienstes als relativ junges Projekt. „Allein das Gefühl zu haben, bei Bedarf nicht festzusitzen“, sei aber für viele schon wichtig. Weiterer vorstellbarer Schritt: eine Mietstation für E-Autos, die allen Einwohnern zur Verfügung stehen. Beispielsweise kennt der Ortsbürgermeister das Projekt aus Jühnde bei Göttingen. Stichwort Carsharing. Statt dass eigene Fahrzeuge meist unbenutzt herumstehen, könnten sich die Einwohner ein oder mehrere Autos teilen und bei Bedarf mieten. Immer mehr Dörfer sammeln bereits mit diesem Projekt Erfahrungen.

Die „Zukunftswerkstatt“ will nun zunächst Unternehmen der Region anschreiben und sich erkundigen, inwieweit Kooperationen möglich seien. Lenze steht dabei ebenso auf der Liste wie andere Firmen. Ganz oben mit dabei: der Elektrotechnik-Spezialist Phoenix Contact. Forche: „Da bestehen schon Kontakte.“



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