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Polizei nimmt mutmaßliche Bandenmitglieder fest

Auto observiert – Gesuchte geschnappt

Hessisch Oldendorf. Fahnder haben am Donnerstagnachmittag in Hessisch Oldendorf zwei mutmaßliche Seriendiebe geschnappt. Die Tatverdächtigen (22, 50) waren aus einem südosteuropäischen Land nach Deutschland eingereist – vermutlich, um Supermärkte zu plündern.

veröffentlicht am 05.02.2016 um 17:01 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Die Männer benutzten ein Auto mit Gelsenkirchener Kennzeichen, das auf einen in Nordrhein-Westfalen lebenden Landsmann zugelassen ist. Die Staatsanwaltschaft Hannover habe verfügt, dass die beiden Männer zunächst in Polizeizellen gesperrt werden, sagte am Freitagmittag Oberkommissar Jens Petersen. Die Verdächtigen wurden später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 22-Jährige ist „bereits mehrfach im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten“. Zudem war er von einer Justizbehörde in Bielefeld zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben worden. Die heimische Polizei wirft dem Duo, das in mindestens zwei Bundesländern aktiv war, gemeinschaftlich und gewerbsmäßig begangene Ladendiebstähle vor.

Der Reihe nach: Gegen 13.30 Uhr lief in der Regionalleitstelle Weserbergland in Hameln ein Notruf aus einem Discounter am Münchhausenring auf. Zwei Männer waren bei einem Diebstahl beobachtet worden. Ein Täter sei mit einer Getränkeflasche zur Kasse gegangen, während der Komplize die Kassenzone passiert habe, ohne die in einem Einkaufstrolley verstauten 22 Tüten mit Pistazien zu bezahlen, hieß es.

Während es dem Jüngeren gelang, den Laden zu verlassen und ins Stadtgebiet zu flüchten, konnte ein Angestellter den Älteren festhalten und ihn Beamten der Polizeistation Hessisch Oldendorf übergeben.

Bei der Durchsuchung des Festgenommenen hätten sich Hinweise auf einen Opel mit „GE“-Kennzeichen (für Gelsenkirchen) ergeben, sagte Petersen. Das Fahrzeug wurde kurz darauf in der Nähe des Supermarkts entdeckt. Polizisten legten sich auf die Lauer, observierten das Auto.

Der vorläufig festgenommene 50-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hannover wieder auf freien Fuß gesetzt. Ein Ermittler der Polizeistation beobachtete gegen 14.45 Uhr, wie jemand mit dem Opel einen anderen Discounter ansteuerte und den soeben Entlassenen unterwegs einsteigen ließ. Auf der Welseder Straße wurde das Fahrzeug von der Hessisch Oldendorfer Polizei gestoppt. Bei der Durchsuchung des Wagens förderten Ermittler Diebesgut im Wert von mindestens 1300 Euro zutage. Das Duo hatte das Diebesgut (unter anderem hochwertige Kosmetika und Pflegeprodukte sowie Champagner) in Müllsäcken versteckt. Die Waren seien zum Teil am Vormittag in örtlichen Geschäften gestohlen worden, hieß es. Da sich der Verdacht der „gewerbsmäßigen Tathandlung“ erhärtet habe, seien sowohl der zuvor aufgrund fehlender Haftgründe entlassene 50-Jährige als auch der 22-Jährige vorläufig festgenommen worden, sagte Petersen. Die Ermittlungen dauern an.

Das Diebesgut konnte bislang noch nicht allen Geschäften zugeordnet werden. Einige Waren stammen aus Verbrauchermärkten in Extertal-Bösingfeld (Landkreis Lippe) und Melle (Landkreis Osnabrück).



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