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Altdorfsanierung: Vorrangige Projekte / Ministerium bewilligt in diesem Jahr nur 100 000 Euro

„Aus Visionen auch etwas Konkretes machen“

Aerzen (cb). Kaum hatte die Gemeinde Aerzen bei einer Bürgerversammlung die Ideen für die Altdorfsanierung vorgestellt, da folgten in dieser Woche die nüchternen Zahlen: 100 000 Euro erhält die Gemeinde in diesem Jahr als Fördermittel aus dem Städtebauförderungsprogramm 2009.

veröffentlicht am 11.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:41 Uhr

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Realität statt Visionen: Dass der Geldstrom versiegen könne, hatte Bürgermeister Bernhard Wagner bereits deutlich gemacht, nachdem ursprünglich rund 4,5 Millionen Euro innerhalb von zehn Jahren insgesamt erwartet worden waren. Mit 100 000 Euro in diesem Jahr bleiben die Gelder hinter den Erwartungen zurück. Wie das zuständige Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit jetzt mitteilt, fließen 2009 insgesamt 17,2 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln aus dem herkömmlichen Städtebauförderungsprogramm in knapp 50 Städte und Gemeinden – Aerzen bekommt dabei mit die geringste Summe ab.

Dass mit dem Leitbild 2020 neue Projekte entwickelt werden sollten, um das Ministerium künftig besser zu überzeugen, hatte Wagner bei der Versammlung bereits deutlich gemacht. Zumindest liegen der Gemeinde noch bewilligte Gelder vor, die nicht ausgegeben sind – rund 500 000 Euro. Bislang seien 650 000 Euro für private, 400 000 Euro für öffentliche Sanierungsprojekte (Wagner: „Wir haben uns bislang relativ zurückgehalten“) investiert worden.

Zwischenlösung für Brotfabrik-Gelände

Achim Holstein von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK), der die Altdorfsanierung in Aerzen von Beginn an begleitet, nannte auf der Versammlung Projekte, um „aus Visionen auch etwas Konkretes zu machen“, wobei er davon ausgeht, dass es vielleicht auch bis 2015 Geld geben könnte. Als „wesentlichen Meilenstein“ nannte er den Abriss der alten Brotfabrik im Ortskern an der Osterstraße. Erst jetzt sei bewusst geworden, welche Niveauunterschiede das Gelände aufweise – es werde „eine kreative Aufgabe sein“, dort für eine Zwischenlösung zu sorgen. Auch Wagner wies darauf hin, dass es noch einiges zu tun gebe, die eine oder andere Mauer noch weg müsste. Innerhalb der nächsten zwei Monate werde mit den Nachbarn dort ein Gespräch stattfinden, um eine Zwischenlösung zu gestalten.

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Auf Sicht „muss die Lücke schon gestaltet, städtebaulich etwas Passendes gefunden werden“, so der Bürgermeister. Holstein nannte als zweites Projekt das Gelände der ehemaligen Ziegelei zwischen Reinerbecker Straße und Bahnhof, das von der Gemeinde erworben werden soll und erst nachträglich in das Sanierungsgebiet aufgenommen worden ist.

Alte Ziegelei wird abgerissen

Für dieses Jahr schlug er den Abbruch der Gebäude vor, dann „muss auf neues Geld gewartet werden“. Zwar sei der Kaufvertrag unterschriftsreif, doch Wagner geht davon aus, dass die teilweise noch genutzten Gebäude erst 2010 abgerissen werden, eine Nachnutzung des Areals sei offen.

Außerdem solle die Umgestaltung des Weges Wall und der Pöhlenstraße angegangen werden, wie Holstein weiter vorschlug. Mit der Aerzener Mühle nannte er ein weiteres gewerbliches Objekt, das seines Wissens den Betrieb wohl aufgeben und damit zur Sanierungsaufgabe werde. Über die privaten Projekte im Sanierungsgebiet meinte Holstein, dass die Nachfrage nachgelassen habe, Gelder aber zur Verfügung stünden. Seine Empfehlung an die Hausbesitzer im Sanierungsgebiet: „Nutzen Sie das Programm, solange es geht.“

Eine „kreative“ Zwischenlösung soll für das Areal der ehemaligen Brotfabrik gefunden werden, das derzeit einen wenig ansehnlichen Anblick im Ortskern bietet (oben). Außerdem will die Gemeinde das Gelände der ehemaligen Ziegelei (links) erwerben. Der Abriss der Gebäude ist vorgesehen, eine weitere Nutzung offen. Fotos: cb/Wal



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