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Aufschrei! Rollen bald jährlich 60.000 Tonnen Kies durch Grohnde?

Grohnde (gro). Politik und Einwohner laufen Sturm gegen das mögliche Vorhaben, den alten Verladebahnhof bei Grohnde für die Verladung von Kies auf die Bahn zu nutzen. Dem Ort drohen Transporte mit 60 000 Tonnen Kies und jährlich 2400 Lkw-Fahrten.

veröffentlicht am 28.09.2012 um 16:11 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

Auf dem alten Verladebahnhof Grohnde soll nach den Planungen Kies auf die Bahnstrecke in Waggons verladen werden.  Foto: gro
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Das sehen Pläne des Kieswerkes Ernst Müller GmbH & Co. KG vor, die bei einer gemeinsamen Sitzung des Ortsrates und Ausschusses für Ordnung und Liegenschaften vorgestellt wurden. Dabei handle es sich zunächst einmal lediglich um eine Probeverladung im November, meinte der Geschäftsführer Eckhard Henke des Kieswerkes in Bodenwerder-Kemnade. Wenn diese gut laufe, dann wolle das Kieswerk den Verladebahnhof in Grohnde und die Bahnstrecke bis zum Anschluss an die Bahnkreuzung zum AKW sanieren.

Das Projekt koste das Kieswerk 500 000 Euro. Eine Reaktivierung der Bahnstrecke bis nach Kemnade würde eine Investition von 4,3 Millionen Euro bedeuten. Das sei für die Firma finanziell nicht darstellbar. Wenn der Probelauf erfolgreich verlaufe, sei es Wunsch des Kieswerkes, seinen Kies über die Schiene statt mit Lkw in Richtung Norddeutschland zu verfrachten, weil dieses ökonomisch und ökologisch besser sei, sagte Henke. Konsequenz für Grohnde, so Dr. Reinhard Schröder-Baumgart vom Kieswerk: 60 000 Tonnen Kies würden jährlich mit 2400 Lkw-Fahren zur Verladung über die Bahnhofstraße transportiert.

Was das für die Anwohner bedeutet und warum eine Verschiffung des Kies‘ nicht möglich ist, lesen Sie in der Dewezet.



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