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Von wegen Katze im Sack: Marina & The Kats in Aerzen

Auf unbekanntem Terrain

AERZEN. Früher stopften Händler auf Märkten oft eine wertlose Katze statt des ausgemachten Ferkels oder Kaninchens in einen Sack, um einen unaufmerksamen Kunden zu betrügen. Daher stammt der Ausspruch: „Die Katze im Sack kaufen.“

veröffentlicht am 23.09.2018 um 15:10 Uhr

Alles andere als die sprichwörtliche Katze im Sack: Marina & The Kats verwandelten die Domänenburg in einen Ballroom. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Sich auf etwas Unbekanntes einlassen, dieses Wagnis war auch das Publikum mit dem Kauf der Eintrittskarten für den Jazz-Abend „Swing, Swing, Swing“ mit „Marina & The Kats“ in der Domänenburg eingegangen. Und auch die Künstler begaben sich auf unbekanntes Terrain: Sängerin und Songwriterin Marina Zettl, Gitarrist Thomas Mauerhofer und Bassist Peter Schoenbauer kannten „bis dato“ Aerzen noch nicht.

Kein Wunder, ist die Hummetal-Gemeinde nicht als Mekka für europaweit gastierende Künstler bekannt. Aber auch niemand aus dem Publikum hatte die drei Österreicher jemals zuvor live erlebt. Und so wurde der Abend für alle Beteiligten zur Premiere. Doch wie heißt es so schön: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“ Nach über zwei Stunden mitreißendem Showprogramm hatte die „kleinste Big-Band der Welt“, wie sich das Wahlwiener-Trio selbst betitelt, die Herzen der Domänenburgbesucher im Sturm erobert. „Die waren einfach genial“, begeistert sich Marion Jung und verließ den „Ballroom“ der Domänenburg mit einer CD und einer Vinyl-Schallplatte der ihr bis dahin unbekannten Jazz-Band unterm Arm und kann es kaum erwarten, dass das dritte Album der Österreicher demnächst erscheint, wie sie sagt.

Mit jeder Menge Eigenkompositionen zum Beispiel über die Liebe auf den zweiten Blick zu ihrer Wahlheimat Wien oder der österreichischen Café-Haus-Kultur – mit der richtigen Betonung des Wortes „Kaffee“ – sowie ein bisschen Ausgeborgtem aus der großen Swing-Ära des letzten Jahrhunderts entlockten Marina & The Kats dem Publikum immer wieder tosenden Szenenapplaus. Absolut stimmig im Stil der 1930/40er-Jahre gekleidet, verwandelten sie den Südflügel der Domänenburg in einen der großen Ballrooms aus dieser Zeit. Beeindruckend auch ihre Swing-Version von „Guns N‘ Roses“ rockigem „Sweet Child O‘ Mine“. Bevor es dann tatsächlich „Tschüss, Bussi und Baba!“ hieß, sorgte das Trio mit ihrer Zugabe „Dirty“ ganz nah am Publikum noch einmal für Gänsehautstimmung.

Und damit die charmante Österreicherin mit ihren Begleitern auf der Bühne im rechten Licht erstrahlte und wirklich auch auf allen Plätzen im Publikum hervorragend zu hören war, war erstmals auch David Kaiser (Crowns–Media & Events) in der Domänenburg im Einsatz.



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