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Andrea Dieckmann beteiligt sich an der Ausstellung „Atempause“

Auf Motivjagd im Garten

GELLERSEN. Abschalten und die Welt um sich herum vergessen – das funktioniere am besten beim Malen. „Malen ist für mich die schönste meditative Entspannung“, betont Andrea Dieckmann, während sie auf einer kleinen Palette einige Farben mischt. Sie vermutet, dass sie ihre Leidenschaft für die Malerei von ihrer Großmutter geerbt hat.

veröffentlicht am 12.03.2019 um 18:56 Uhr

Für Andrea Dieckmann ist Malen meditative Entspannung. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin
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Die Staffelei hat sie vor die Balkontür gestellt, um das Tageslicht zu nutzen. Ein zarter Grünton soll es sein, den sie in kleinen Tupfern in ihr Bild einarbeiten möchte. Nicht jeden Tag hat sie Zeit für ihr Hobby, doch manchmal geht es trotz anderer Arbeit nicht anders: „Ich muss dann einfach malen“, gesteht die Malerin. Es sei wie eine Inspiration, die ihre Kraft und Kreativität steigert.

Andrea Dieckmann malt seit ihrer Kindheit, die sie im sächsischen Zwickau verbracht hat. Sie vermutet, dass sie ihre Leidenschaft für die Malerei von ihrer Großmutter geerbt hat. „Malen hat meiner Oma alles bedeutet“, erinnert sich die 55-Jährige. „Ich liebe es, fotorealistisch zu malen“, schwärmt Andrea Dieckmann. Abstrakte Bilder schaue sie sich zwar gern an, es sei aber nicht ihre Welt, welche zu malen. Ihre Motive findet die Malerin im eigenen Garten, auf Postkarten, in Büchern oder in der Natur – beispielsweise am Waldrand von Gellersen in der Nähe einer Hütte. „Dieser Platz ist so schön. Ich nenne ihn Malerblick“, schwärmt sie.

Überhaupt gebe es in Gellersen viele schöne Ecken. Die Zwickauerin lebt in dem „Kirschendorf“ seit 2006. Vorher, und zwar noch vor dem Mauerfall, wohnte sie in Aerzen. 1985 sei sie nach Aerzen gekommen und habe dort zunächst bei einer Tante gewohnt. Denkt Andrea Dieckmann an jene Zeit zurück, überkommt sie immer noch ein Glücksgefühl. Endlich im Westen und in Freiheit leben zu können, sei für sie ein großes Geschenk gewesen. Nie werde sie ihren ersten Tag in Aerzen vergessen, an dem sie sich in einem heute nicht mehr existierenden Bäckerladen ein Brot gekauft habe und an den Spruch, der im Laden angebracht war: „Eine größere Gottesgabe gibt es nicht, als dass man sein Brot in Freiheit bricht.“

In ihren Anfangsjahren in Aerzen kam Andrea Dieckmann wenig zum Malen, denn ihr Beruf als Krankenschwester ließ ihr wenig Zeit. Als sie vor einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten konnte, erfolgte der Wiedereinstieg in die Malerei. „Ich bin zwar immer noch dabei, meinen Stil zu finden, lasse mir aber Zeit, denn der Weg ist die Erfüllung“, betont Andrea Dieckmann. Um ihr Handwerk zu vervollständigen und nicht immer alleine im häuslichen Wohnzimmer malen zu müssen, belegt sie seit 2017 einen Malkurs bei Bernadeta Klüter in Hämelschenburg. Ihre Maltechniken sind Öl, Aquarell, Kreide und Rötel. Mit einer aus dem Kurs entstandenen Malgruppe beteiligt sich Andrea Dieckmann derzeit an der Kunstausstellung „Atempause“, die noch bis zum 24. März in der Domänenburg Aerzen zu sehen ist – jeweils samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr.



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