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Vier Jahrzehnte Aerzener Wanderwegenetz / Routen und Ausschilderung sind mit viel Arbeit verbunden

Auf dem rechten Weg

Aerzen. Anfangs waren es kleine weiße Emailleschilder unter anderem mit einer grünen Tanne, einem gelben Zwerg samt Kugel, einem Fuchs in Orange oder einem Kegel in Gelb. Heute sind es die Zahlen 1 bis 13 in gelber Farbe auf grünem Grund an Baumstämme gesprüht, die dem Wanderer rund ums Aerzener Becken Aufschluss darüber geben, ob er sich noch auf dem rechten Weg befindet oder nicht. Vor 40 Jahren hat der Aerzener Heimat- und Verschönerungsverein damit begonnen, die ersten Wanderwege auszuschildern. Für die damalige Zeit eine kleine Sensation. Mitte der 1970er-Jahre war es nicht nur im heimischen Bereich für Wanderer keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, einem vorgegeben Weg durch den Wald zu folgen. Viele Menschen verließen sich ausschließlich auf ihren Orientierungssinn und gingen einfach querfeldein.

veröffentlicht am 19.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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„Im Bereich des Fleckens Aerzen wurden 13 Wanderwege vom Heimat- und Verschönerungsverein markiert. Sie sind durch die Zahlen 1 bis 13 mit gelber Farbe auf grünem Grund gekennzeichnet. Das Wanderwegenetz erstreckt sich über das gesamte Aerzener Becken“, erläutert Frank Schiffling, der Vereinsvorsitzende. 1974 hat der damalige Vorstand das umfangreiche Wanderwegenetz rund um Aerzen geplant, das nun bereits seit 40 Jahren auch von der nachfolgenden Generation hervorragend gepflegt wird. Regelmäßig werden die Markierungen überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt, zweimal jährlich die zahlreichen, entlang der Wanderwege aufgestellten Bänke kontrolliert und repariert. Nach vier Jahrzehnten stand im vergangenen Jahr neben der laufenden Unterhaltung auch die komplette Überprüfung des Verlaufs des Wanderwegenetzes auf dem Programm. Dabei wurden einige Wanderrouten umgelegt, berichtet Schiffling.

Ein Beispiel: Der Wanderweg 13 führte im Bereich Multhöpen auf einem Teilstück ursprünglich entlang der Kreisstraße. Wo 1974 nur wenige Fahrzeuge die Straße passierten, ist heute der Verkehr so stark, dass dadurch eine Gefahr für Wanderer besteht. „Aus diesem Grund haben wir den Wanderwegverlauf in den Wald verlegt“, erklärt der Vorsitzende.

Auch der innerörtliche Verlauf der Wanderwege wurde einer gründlichen Revision unterzogen. Führten die Wege ursprünglich durch die Aerzener Bahnhofstraße zur Infotafel an der Krähen Ecke, so wird der Wanderer nun beispielsweise durch die neu gestaltete Pöhlenstraße zum Parkplatz an der Marienkirche geführt, wo demnächst auch die Vereins-Infotafel einen neuen Standort erhalten soll. Diese Entscheidung erfolgte im politischen Konsens, wie Schiffling betont.

Mittlerweile setzt der Heimat- und Verschönerungsverein bei der Wegemarkierung auf eine effiziente und langlebige Sprühtechnik. sbr

In Sachen Wanderwegemarkierung hat der Verein in den letzten vier Jahrzehnten schon allerlei ausprobiert. Wie eingangs berichtet, dienten anfangs Schilder zur Orientierung, mittlerweile setzt man auf eine effiziente und langlebige Sprühtechnik. Und Wegewart Peter Schön kümmert sich nicht nur um die Ausschilderung des vereinseigenen Wanderwegenetzes. Für den Hannoverschen Wander- und Gebirgsverein schaut er auch nach, ob das weiße Dreieck auf schwarzem Grund, das den Pyrmonter Weg markiert, auch im Zuständigkeitsbereich des Heimat- und Verschönerungsvereins stets gut sichtbar ist. Der Wanderweg, der mit vollständigem Namen Deister-Süntel-Pyrmonter-Weg heißt und die beiden Städte Barsinghausen und Bad Pyrmont verbindet, verläuft in einem Teilstück durch den Flecken Aerzen. Von Hessisch Oldendorf kommend gelangt der Wanderer, der dem weißen Dreieck auf schwarzem Grund entlang des Pyrmonter Weges folgt, an Schloss Schwöbber vorbei durch das Aerzener Altdorf, unterhalb des Schierholzberges über den Hühnerbusch und den Pyrmonter Berg zur Kurstadt.

Als Teilstück des Europäischen Fernwanderweges (E1) verläuft über den Lüningsberg der überregionale und 72 Kilometer lange Hansaweg mit der Kennzeichnung X9, der seit über 80 Jahren die Städte Hameln und Herford verbindet. Auch hier schauen die engagierten Vereinsmitglieder natürlich nicht weg, wenn Markierungen zu erneuern sind. sbr



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