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Welchen Bedarf haben die Feuerwehren in der Gemeinde Aerzen?

Auf dem Prüfstand

AERZEN. Um eine leistungsfähige Feuerwehr vorhalten zu können, sei es der Kommune wichtig, sie entsprechend personell und materiell auszustatten, wie Aerzens Kämmerer Claus Henke einleitend zu seinem Bericht in Sachen Feuerwehrbedarfsplan vorwegschickt. Bei der Feuerwehrbedarfsplanung hatte die Gemeinde Aerzen im Kreisgebiet eine Vorreiterrolle eingenommen, als der Rat 2013 beschloss, den Plan extern in Auftrag zu geben.

veröffentlicht am 05.03.2018 um 17:56 Uhr

Mittlerweile 28 Jahre alt, wird das Einsatzfahrzeug der Ortsfeuerwehr Multhöpen durch ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ersetzt. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Allerdings stieß die Erstellung des Aerzener Feuerwehrbedarfsplanes damals schnell an ihre Grenzen, weil zur Auswertung notwendige Daten in der Erfassung noch gar nicht vorgesehen waren – und das nicht nur bei der Gemeindefeuerwehr, sondern auch auf Kreisebene. Das hat sich seit 2014 grundlegend geändert und andere Kommunen im Landkreis konnten daraufhin mit einer deutlich besseren Datenausstattung in ihre Feuerwehrbedarfsplanung eingestiegen. Das vom Flecken Aerzen beauftragte Planungsbüro Schmitz/Beivers aus Paderborn konnte damals lediglich einen Fachbeitrag abliefern – allerdings mit der Option, bei vervollständigter Datenlage einen Feuerwehrbedarfsplan zu liefern. Nun ist es soweit und nach erster Einsicht in die von den Stützpunkt- und Ortswehren erfassten Einsatzdaten kommt das Planungsbüro zu dem Schluss, dass zumindest für die beiden Stützpunktwehren Aerzen und Groß Berkel sowie die Ortswehren Grupenhagen und Königsförde/Selxen ausreichend Einsatzdatenmaterial vorliegt, um hier sogenannte Schutzziele zu definieren. Dazu erläutert Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke, dass die Bekämpfung von Wohnhausbränden Aufnahme in die schutzzielrelevante Erfassung findet, technische Hilfeleistungen wie zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall dagegen nur bedingt. „Wenn ein Pkw brennt, kann man die Daten heranziehen, da die Ermittlung der Hilfsziele grundsätzlich von einem Wohnhausbrand im ersten Obergeschoss ausgeht. Hier spielen dann in die Datenerfassung ausreichend Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und Einheitsführer mit hinein. Diese müssen bei Erreichen einer Hilfsfrist in der vorgesehenen Zeit vor Ort sein. Dies kann bei Hilfeleistungen in Zusammenhang mit einem Brand auch der Fall sein, bei Einsätzen aufgrund von Ölspuren, Tragehilfen oder Baumbeseitigungen jedoch nicht“, differenziert der Gemeindebrandmeister die Voraussetzungen. Durch diese Regelung ist nach wie vor bei einzelnen Ortswehren die auszuwertende Datenlage sehr dünn, was allerdings der nur begrenzten Anzahl an relevanten Einsätzen geschuldet ist. „Der Fachbeitrag stellte eine gute Datengrundlage bei der Feuerwehr-Materialbeschaffung dar“, unterstreicht der Kämmerer und verweist auf die Verbindlichkeit der Aussagen der externen Fachleute, die von außen eingebracht der Politik keinen Anlass zur Diskussion um die Notwendigkeit bieten.

Neuer Wagen für die Ortswehr Multhöpen

Bei den aktuellen Lieferzeiten kann es gut sein, dass das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) für die Freiwillige Feuerwehr Multhöpen, dessen Anschaffung vom Feuerschutzausschuss des Flecken Aerzen einstimmig beschlossen worden war, erst vom Weihnachtsmann ausgeliefert wird. Erfahrungsgemäß nicht vor Ende des laufenden Jahres rechnet Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke damit, dass das neue Fahrzeug das mittlerweile 28 Jahre alte TSF der Ortswehr Multhöpen ersetzt. Der Auftrag zur Lieferung des Fahrgestells für das TSF Multhöpen wird laut Beschluss an die Firma Daimler vergeben, den Aufbau des Feuerwehrfahrzeuges übernimmt die Firma Albert Ziegler.

Im Vorfeld der Abstimmung hatte eine Vergleichsbesichtigung stattgefunden. Aus der Bewertung der Preis- und Datenblätter und aus der Bewertung der Vergleichsbeurteilung durch die Vertreter der Gemeinde Aerzen ergab sich ein klares Votum für die Daimler/Ziegler-Kombination als wirtschaftlichstes Angebot. „Das Rechnungsprüfungsamt (RPA) der Region Hannover, das die Vergaben der Kommunalen Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft (KWL) prüft, hat diesem Vergabevorschlag zugestimmt“, informierte Claus Henke die Politiker. Das Auftragsvolumen für die TSF-Neuanschaffung liegt bei insgesamt rund 71 500 Euro. Im Haushaltsplan 2018 sind für die Beschaffung des TSF Mittel in Höhe von 76 000 Euro eingeplant.sbr



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