weather-image
16°

Historische Schusterlampe weckt Neugier nicht nur bei den Besuchern aus Australien

Auch im Museum gibt es immer mal was Neues

Börry (gm). „Papa guck mal, was ist das denn für ein Teil?“, fragt der neunjährige Daniel Hölscher seinen Vater Detlef. „Das habe ich hier noch nie gesehen“, lautet die Antwort. Die Familie Hölscher, die seit fünf Jahren in Australien lebt und aus Frenke stammt, ist mit dem Museumsinventar in Börry eigentlich recht gut vertraut. Aber etwas über die so genannte Schusterlampe konnte Vater Detlef Hölscher seinem Junior auch nicht erzählen; sie wurde zum ersten Mal im Museum für Landtechnik und Landarbeit ausgestellt. Schuhmachermeister Karl Saffer klärt auf. „Diese Schusterlampe habe ich geerbt, und ich weiß auch nicht, wie alt sie ist“, erzählt der 87-Jährige. „Aber diese Leuchthilfe gab es bereits, bevor es den Strom gab, um bei Dunkelheit zu arbeiten“, klärt Karl Saffer auf. „Die mit Wasser gefüllten Glaskugeln reflektieren das in der Mitte befindliche Petroleumlicht in drei Ecken, und dadurch hatten die Schuhmacher einen viel besseren Sichtwinkel als mit einer Petroleumlampe“, erklärt Karl Saffer. Bei Sonnenschein und 20 Grad strömten die Besucher wieder zahlreich ins Börryer Freilichtmuseum. Gegen Nachmittag vermeldete Schatzmeister Axel Bohne bereits mehr als 300 Besucher. Und die Handwerker, die ihre traditionelle Handwerkskunst vergangener Tage vorführten, waren auch fast alle wieder dabei. „Ob Schmied, Korbmacher, Stuhlflechter, unsere Weberfamilie, Schumacher, Stellmacher, Uhrmacher und die Spinnstube Schilling, dieses Mal sogar mit fünf Damen vertreten, sind für uns hier wie eine große Familie“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Rolf Keller.

veröffentlicht am 11.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:21 Uhr

270_008_5555022_lkae104_1106.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Auf unsere Handwerker ist Verlass; die kommen auch alle immer gerne her“, signalisiert der Vorsitzende, der zugleich auch Ortsbürgermeister von Börry ist.

Besonders interessant, gerade für die jüngeren Besucher, war es natürlich wieder einmal in der Dorfschmiede von Torsten und Werner Schramm. Und in der Werkstatt von Uhrmachermeister Günter Dalek gab es etwas ganz besonders Filigranes zu bestaunen, eine Räderschneidemaschine.

Neben den traditionellen Handwerksberufen ehemaliger Epochen gab es aber auch elegante Handarbeiten und hübsche Accessoires des modernen Lebens zu bestaunen. Herrlich duftenden Butterkuchen und frische Backwaren aus dem alten Steinbackofen gab es bei Bäckermeisterin Beate Diers im Museumsbackhaus. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Heyen sorgte mit zünftiger Blasmusik für einen kurzweiligen Nachmittag.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt