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Brennelementewechsel abgeschlossen / Aufsichtsbehörde spricht von einer Vielzahl von Prüfungen

Atomkraftwerk geht nach Revision wieder ans Netz

Grohnde (red). Seit gestern ist das Kernkraftwerk Grohnde wieder in Betrieb. Darüber informierte Jutta Kremer-Heye, Sprecherin des niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz als zuständige Atomaufsichtsbehörde. Die Anlage war am 6. April zum jährlichen Brennelementewechsel und der damit verbundenen Anlagenrevision vom Netz gegangen.

veröffentlicht am 26.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 09:41 Uhr

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Während des Stillstandes wurden 52 der insgesamt 193 Brennelemente des Reaktorkerns gegen neue ausgetauscht. Eine Vielzahl von routinemäßigen Prüfungen und Instandhaltungsmaßnahmen wurde durchgeführt: beispielsweise zerstörungsfreie Materialprüfungen von sicherheitstechnisch wichtigen Rohrleitungen und Komponenten des nuklearen Dampferzeugungssystems. Die diesjährige Arbeit zur Instandhaltung an der Deckeldichtfläche am Reaktordruckbehälter erforderte besondere Maßnahmen des radiologischen Arbeitsschutzes, wie es weiter aus dem Ministerium heißt.

Im Rahmen der Revision sind dem Umweltministerium drei Vorkommnisse nach der Meldekategorie N (Normal) gemeldet worden, über die bereits e.on Kernkraft in den vergangenen Tagen die Öffentlichkeit informiert hatte. Bei der Überprüfung von Kleinleitungen aufgrund von Erkenntnissen in anderen Anlagen wurden auch im Kernkraftwerk Grohnde Korrosionsschäden festgestellt. Im Rahmen einer wiederkehrenden Prüfung wurde ein defekter Schalter an einem der vier Notspeisenotstromdiesel festgestellt. Die Befunde führten unmittelbar zu Instandsetzungen oder zum Austausch der betroffenen Bauteile. Weiterhin wurde beim Entladen der Brennelemente und der anschließenden Inspektion bei drei Brennelementen jeweils ein defekter Brennstab erkannt. Die betroffenen Brennelemente werden im nächsten Betriebszyklus nicht wieder eingesetzt. Alle für die nukleare Sicherheit bedeutsamen Revisionsarbeiten wurden vom Ministerium für Umwelt und Klimaschutz und zugezogenen Sachverständigen des TÜV Nord EnSys Hannover sowie des Germanischen Lloyd Hamburg intensiv kontrolliert und überprüft, wie Jutta Kremer-Heye mitteilt.

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