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Zwei Wünsche stehen zur Debatte: Jugendräume und Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses

Altes Lehrerhaus – Treffpunkt statt Leerstand

Reher (wj). Das ehemalige Lehrerwohnhaus in Reher soll für die Dorfgemeinschaft genutzt werden. Das ist der Wunsch vieler Einwohner, der Mehrheit der Politik vor Ort und vor allem der Ortsbürgermeisterin Christa Jakobi. Schon lange machen sie sich dafür stark, das ortsbildprägende Gebäude mit der Turmuhr, direkt an der Bundesstraße gelegen, zu beleben.

veröffentlicht am 19.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:41 Uhr

Das auffällige ehemalige Lehrerwohnhaus prägt die Ortsmitte von
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Dabei rückt die Einrichtung eines Jugendraumes, ebenfalls bereits seit langer Zeit auf der Wunschliste der Dorfgemeinschaft, offenbar in greifbare Nähe. Für die derzeit 22 Jugendlichen werden zunächst zwei Räume in einer von früher zwei Lehrerwohnungen an der Hauptstraße zur Verfügung stehen. Inzwischen sind die seit längerer Zeit leerstehenden Räume von der Aerzener Jugendpflegerin Nicole Lubetzky begutachtet worden. Die Jugendlichen können voraussichtlich ab November dort zweimal wöchentlich in ihrem neuen Treffpunkt zusammenkommen. Was die Aufsicht betrifft, da wollen sich die reherschen Vereine mit in die Verantwortung einbeziehen lassen, außerdem wollen zwei Jugendliche den Jugendgruppenleiter-Schein erwerben.

Allerdings befasste sich ein weiterer Tagungsordnungspunkt damit, die bisherige Lehrerwohnung mit in das direkt angrenzende Dorfgemeinschaftshaus zu integrieren. Hier könnte dann endlich eine Küche installiert und ein Versammlungsraum für kleinere Zusammenkünfte geschaffen werden. Auch dies sei ein seit längerer Zeit bestehender Wunsch der Dorfgemeinschaft, führte Ortsbürgermeisterin Christa Jakobi aus. Wie die Nutzung erfolgen könnte, hatte ein vierköpfiger Arbeitskreis unter Hinzuziehung von Architekt Martin Karzenburg erarbeitet, das Ergebnis wurde Ortsrat, Bürgermeister und Zuhörern von Wolfgang Preuß auf die Leinwand projiziert und erläutert. Man sei auch in der Aerzener Gemeindeverwaltung bereits vorstellig geworden, die Hälfte der anfallenden Kosten würde die Dorfgemeinschaft Reher durch Eigenleistungen übernehmen. Als geschätzte Kosten nannte Bürgermeister Bernhard Wagner 70 000 Euro – und hier könnte auch das „Förderprogramm Leader“ greifen.

Bedenken gegen dieses Bauvorhaben äußerte Ortsratsmitglied Heinz-Helmuth Puls (SPD). Im Rat werde über die Nachtabschaltung von Straßenlampen beraten, um Kosten einzusparen, so dass für viele sicher nicht nachvollziehbar sein werde, für das Projekt in Reher Geld zur Verfügung zu stellen. Dennoch brachte Ortsbürgermeisterin Christa Jakobi diesen Tagesordnungspunkt bei der Sitzung des Ortsrates zur öffentlichen Abstimmung: Mit den drei Ja-Stimmen der Wählergemeinschaft (WGR) und einer Nein-Stimme und einer Stimmenthaltung (beide SPD) wird sich jetzt in den Haushaltberatungen 2011 zeigen, ob das Anliegen der reherschen Dorfgemeinschaft schon bald Realität wird.

Zumindest: Das Interesse in der Einwohnerschaft ist groß. Ein so volles Haus wie bei der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortsrates hat es in Reher nur selten gegeben. Die Tagesordnungspunkte „Bauplätze in Reher, Jugendraum und Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses“ hatten es in sich und das Interesse der Einwohner geweckt. Zum Thema Bauplätze führte Ortsbürgermeisterin Christa Jakobi aus, dass auch in den Aerzener Ortsteilen Bauplätze ausgewiesen werden müssten, um speziell die jungen Menschen in den Dörfern zu halten, und nannte für Reher das alte Bahnhofsgelände als Vorschlag. Hier wären etwa drei Bauplätze möglich. In der Stellungnahme von Bürgermeister Bernhard Wagner wurde im Bericht zur allgemeinen Lage im Flecken Aerzen auf Baulücken und die Sanierung alter Gebäude verwiesen, um Leerstände zu vermeiden. Er sagte aber zu, dass der Antrag geprüft werde.



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