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Behörde muss für Brücke in Dehmke aufkommen – das spart der Gemeinde Geld

Altes Dokument nimmt Landkreis in die Pflicht

Dehmke. Tiefe Genugtuung für Rudi Sonnemann: Der frühere Ratsherr hat recht behalten, dass der Landkreis für eine baufällige Brücke in Dehmke zuständig ist und nicht die Gemeinde. Das teilte Sonnemann nach einem Gespräch in der Behörde mit. Wie berichtet, hatte er sich alte Schriftstücke aus dem Rathaus besorgt und dabei den richtigen Riecher bewiesen. Auf jeden Fall müsse der Landkreis für die gesperrte Brücke an der Kreisstraße aufkommen, die von der Familie des Dehmkers als Feldzufahrt genutzt werde, das gelte eventuell auch für weitere Überführungen, wie Sonnemann recherchiert hatte. Und Landkreis-Sprecherin Sandra Lummitsch bestätigt: „Nach intensiver Prüfung der alten Rezesse aus dem Jahr 1906 ist der Landkreis Hameln-Pyrmont zur Unterhaltung“ von zwei Brücken verpflichtet. In Abstimmung mit dem Geschäftsbereich Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr werde Anfang des Jahres zunächst ein Gespräch zur weiteren Vorgehensweise in dieser Angelegenheit erfolgen, teilte sie auf Anfrage mit.

veröffentlicht am 03.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

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Eigentlich hatte Sonnemann seine Informationen mit Kritik an der Gemeindeverwaltung verbunden, der er Versäumnisse vorgeworfen hatte. Im Rathaus hätten die Mitarbeiter schließlich selbst in die Archive greifen und die über 100 Jahre alten Vereinbarungen zwischen Kreis und dem Dehmker Realverband entsprechend interpretieren können, wie die Kritik des früheren FDP-Politikers, der bis zum Herbst im Gemeinderat vertreten war, lautete.

Kritik hin oder her: Zumindest kann die Gemeinde nun Geld sparen. Sie schiebt schließlich ein Investitionsprogramm in Millionenhöhe vor sich her, um viele der knapp 50 Brücken in Aerzen zu sanieren. Allein für das Bauwerk in Dehmke, das laut Prioritätenliste im Jahr 2019 saniert werden sollte, werden die Sanierungskosten auf 50 000 Euro geschätzt. cb



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