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Drei Anlagen sind verkauft – Ende März sollen modernere Modelle in der Lachemer Forst den Betrieb aufnehmen

Alte Windräder drehen sich bald in Moldawien

AERZEN. Zeitweise rollen die Laster im Minutentakt an. Hochbetrieb herrscht auf der Großbaustelle in der Lachemer Forst zwischen Posteholz und Wahrendahl, auch wenn die Arbeiten für den Windpark nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit laufen. Die Arbeiten für zwei der drei mächtigen Fundamente wurden bereits vollständig abgeschlossen und für die Montage der Türme vorbereitet.

veröffentlicht am 19.01.2018 um 17:44 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Derzeit bereitet die heimische Baufirma die Kranstellflächen und die Zufahrten vor, wo die drei bisherigen Windräder auf dem früheren Militärgelände im Wald demontiert worden sind und in den nächsten Wochen durch leistungsfähigere und größere Anlagen ersetzt werden. Allein die Türme sind 137 Meter hoch – statt bislang 85 Meter. Auf dem Höhenzug der Lachemer Forst bestimmen die Anlagen vom Typ Vestas bald noch deutlicher das Bild der Region.

Am Mittwoch werden die ersten Teile der Neuanlagen geliefert – insgesamt 45 Schwerlasttransporter sind dazu in den Nachtstunden für die bis zu 70 Meter langen Einzelteile wie Rotorblätter vorgesehen. Am 7. Februar werde mit dem Aufbau begonnen. Die drei Anlagen werden nacheinander von den Experten des Herstellers selbst errichtet, wie das für das Projekt verantwortliche Unternehmen Boreas Energie GmbH mit Sitz in Dresden mitteilt. Die Inbetriebnahme ist für die dritte beziehungsweise vierte Märzwoche geplant, berichtet dessen Sprecher Martin Stegert.

Zwei der demontierten Windräder sind bereits auf dem Weg nach Moldawien, um künftig in dem Land zwischen Rumänien und der Ukraine Strom zu produzieren, ein weiterer Transport steht in den nächsten Tagen bevor, bestätigt er. Die drei Anlagen waren erst Anfang 2001 in Betrieb gegangen. Vielen in Erinnerung geblieben ist, dass im darauffolgenden Frühjahr bei einem Tag der offenen Tür im Militärgelände ein Hubschrauber mit Besuchern aus 20 Metern Höhe abgestürzt – vier Schwer- und drei Leichtverletzte waren damals die Folge des Unglücks.

Ausgedient haben die drei alten Anlagen, die 2001 in Betrieb gegangen sind. Archivfoto: sbr
  • Ausgedient haben die drei alten Anlagen, die 2001 in Betrieb gegangen sind. Archivfoto: sbr
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Hochbetrieb herrscht auf der Baustelle. Foto: cb
  • Hochbetrieb herrscht auf der Baustelle. Foto: cb

Warum schon jetzt ein Repowering für die bisherigen Anlagen vom Typ Enron stattfindet? Die Anlagen liefen in den letzten Jahren ohne nennenswerte Ausfälle und lieferten gute Erträge, wie Stegert zwar hervorhebt. Dennoch, so fügt er hinzu: Die Leistung des Windparks werde mehr als verdoppelt, die Wirtschaftlichkeit bei sinkenden Kosten für den produzierten Strom weiter optimiert, ohne zusätzliche Anlagen errichten zu müssen.

Erster Besitzer des Projekts war ein Oldenburger Investor (EBV), bevor 2004 die Wallenborn-Gruppe (Sachsen) den Windpark übernahm. Nun tritt Boreas als Verantwortlicher auf. Allerdings, so erläutert Stegert: Verkauft worden sei das Projekt in Aerzen zu 100 Prozent an einen institutionellen Anleger, ohne zum Investor nähere Einzelheiten zu erfahren. Boreas trete lediglich als Projektierer und Generalübernehmer auf. Nach Inbetriebnahme werde die Schwesterfirma „Boreas Energietechnik GmbH“ aber weiterhin für die technische Betriebsführung verantwortlich sein.



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