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Erster Abschnitt der Sanierung abgeschlossen / Umbau des Busbahnhofs soll 2014 fortgesetzt werden

Altdorf bekommt langsam ein neues Gesicht

Aerzen (sbr). Was viele nicht wissen: Bereits seit einem halben Jahrhundert gibt es das Denkmal für die Wasserversorgung in Aerzen im Mündungsbereich von Geilsweg, Fuchsloch und Königsförder Straße. Aber erst mit der fortschreitenden Sanierung der Altdorfstraßen und der damit verbundenen Neugestaltung bereits vorhandener Plätze innerhalb des alten Ortskerns kommt die nostalgische Handpumpe samt Gedenktafel wieder zur Geltung.

veröffentlicht am 09.01.2013 um 20:17 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:21 Uhr

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Ab 1906 ersetzten solche Handpumpen die bis dahin genutzten Ziehbrunnen. 30 Jahre später wurden die ersten Wasserleitungen verlegt, 1960 dann die Kanalisation und das Klärwerk gebaut, ist an der Tafel nun wieder zu erfahren. Doch lange Zeit verbargen sich diese Daten hinter parkenden Autos, die auf dem Platz vor dem Denkmal abgestellt worden waren – und dass obwohl die Freifläche eigentlich den Fußgängern vorbehalten war. Diese mussten auf die Fahrbahn ausweichen und hatten keinen Blick für die alte Pumpe samt Gedenktafel. Eine neue Pflasterung, die harmonisch in das noch vorhandene historische Kopfsteinpflaster übergeht und Blumenbeete, die zugegebenermaßen noch auf ihre Bepflanzung warten, aber schon jetzt das Gesamtbild abrunden, geben diesem Altdorfbereich ein neues Gesicht.

Während das wenig einladende Erscheinungsbild des kleinen Platzes mit der Handpumpe nun der Vergangenheit angehört, fristen andere Plätze im Altdorf jedoch weiterhin ein Schattendasein. Doch zumindest für den Busbahnhof in unmittelbarer Nachbarschaft zur repräsentativen Domänenburg ist eine Schönheitskur in greifbare Nähe gerückt. Hier ist allerdings nicht der Flecken Aerzen, sondern der Landkreis Hameln-Pyrmont in der Pflicht. Nachdem die Bagger bereits vor 18 Monaten für die Tiefbauarbeiten im Zuge der Sanierung und Erneuerung der Hauptwasserleitung und Kanäle im Altdorf angerückt waren und diese Baugruben zwischenzeitlich wieder geschlossen wurden, soll im kommenden Jahr der Umbau des Busbahnhofes fortgesetzt werden. Hierfür ist im Kreishaushalt eine Auszahlung in Höhe von 300 000 Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt durch eine Landeszuweisung aus dem ÖPNV-Förderprogramm in Höhe von 225 000 Euro sowie einer weiteren Zuweisung des Landes für Regionalisierungsmittel in Höhe von 75 000 Euro. Die Einzahlungen sind im Investitionsprogramm ebenfalls für das Jahr 2014 veranschlagt. Die kleinen namenlosen Altdorfgassen, allesamt Anbindungen zum Wall von der Pöhlenstraße aus, erstrahlen genau wie die Pöhlenstraße selber, der Geilsweg und das Fuchsloch im neuen Pflaster-Glanz. Damit ist der erste Abschnitt der Altdorfsanierung nach über eineinhalb Jahren Bauzeit abgeschlossen. Handlungsbedarf gibt es für den Flecken Aerzen dort aber immer noch: Der Wall, die „Fußgängerzone“ des Altdorfes, versprüht mit dem maroden quadratisch-praktischen Betonpflaster wenig Charme. Und auch der angrenzende Marktplatz und die Treppe zum Goldschlag verbreiten eher Tristesse als Altdorfflair und bedürfen einer Überholung. Vorschläge zur Umgestaltung dieses Bereichs gab es bereits. So wurde beispielsweise die Freilegung des ehemaligen Spülteiches am Markt und des Mühlengrabens entlang des Walls diskutiert. „Ich sehe die Notwendigkeit, aber auch die Kosten, die eine funktionale und optische Aufwertung mit sich bringt. Das ist ohne Fördermittel im Moment nicht zu realisieren“, erklärt Bürgermeister Bernhard Wagner mit Blick auf das Auslaufen der Städtebauförderung in diesem Jahr. Zurzeit prüft der Flecken Aerzen, in welchem Umfang Sanierungsmaßnahmen nötig und Umgestaltungen möglich sind. Wagner: „Sollten neue Förderprogramme aufgelegt werden, müssen bereits vorhandene Pläne eine schnelle Handlungsfähigkeit ermöglichen.“

Der Busbahnhof in Aerzen bekommt 2014 eine Schönheitskur.



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