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Kommunen wollen im Bäder-Bereich zusammenarbeiten

Alle haben dieselben Sorgen

AERZEN/BAD PYRMONT. Die Kommunen wollen im defizitären Bäder-Bereich zusammenarbeiten: Aerzen und Bad Pyrmont machen den Auftakt, weitere Interessenten können dazustoßen.

veröffentlicht am 14.12.2017 um 15:50 Uhr
aktualisiert am 14.12.2017 um 16:30 Uhr

Im Bereich Bäder streben der Flecken Aerzen (hier das neue Freibad) und die Stadtwerke Bad Pyrmont in Zukunft eine enge Zusammenarbeit an. Foto: sbr/Archiv
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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AERZEN/BAD PYRMONT. Mit dem Aerzener Freibad verbindet der Geschäftsführer der Bad Pyrmonter Stadtwerke Uwe Benkendorff Kindheitserinnerungen, wie er in einem Gespräch verrät. Vielleicht lag es unter anderem auch daran, dass Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner mit seiner Idee eines regionalen Arbeitskreises der Betreiber öffentlicher Bäder bei dem Stadtwerkechef sofort auf offene Ohren stieß. Gemeinsam wollen beide einen regen Austausch der Badbetreiber untereinander ins Leben rufen.

Dabei haben sie nicht nur den Landkreis Hameln-Pyrmont im Blick, sondern auch alle interessierten Nachbarkreise, denn zwischen Bad Pyrmont und Lügde sowie Aerzen und Extertal bestehen bereits gelebte Kooperationen, wie Wagner und Benkendorff berichten. Erst kürzlich unterzeichneten beide eine Dienstleistungsvereinbarung zwischen den Stadtwerken Bad Pyrmont und dem Eigenbetrieb Wasser des Flecken Aerzen.

Im Zuge dieser interkommunalen Zusammenarbeit war auch Wagners Idee entstanden, nicht nur im Bereich der Dienstleistungen in Bezug auf Tiefbauarbeiten und Qualitätssicherung bei der Trinkwasserversorgung eng mit den Stadtwerken Bad Pyrmont zusammenzuarbeiten.

Sowohl der Flecken Aerzen, als auch die Stadtwerke Bad Pyrmont betreiben jeweils ein Hallen- und Freibad. „Keines der kommunalen Bäder arbeitet wirtschaftlich. Wir haben alle dieselben Probleme und sind alle auf der Suche nach einer bestmöglichen Lösung. Warum also nicht einen Arbeitskreis gründen, in dem die Betreiber öffentlicher Bäder sich austauschen können, beispielsweise in Bezug auf die Eintrittspreisgestaltung und die Öffnungszeiten“, beschreibt Bernhard Wagner nur einige der möglichen gemeinsamen Themenfelder. „Der Flecken Aerzen hat beispielsweise erst kürzlich Erfahrungen mit einem Freibadneubau gesammelt, davon könnten alle anderen nur profitieren, wenn man miteinander ins Gespräch kommt und sich austauscht“, so Benkendorff. Dazu möchten der Bad Pyrmonter Stadtwerkegeschäftsführer und der Aerzener Bürgermeister den Rahmen schaffen.

„Genauso wäre es möglich, im Personalbereich enger zusammenzuarbeiten, zum Beispiel bei kurzfristigen Krankheitsvertretungen“, regt der Stadtwerkechef weiter an. Anfang kommenden Jahres sollen die Einladungen zu einem Treffen an alle Kommunen in der Region herausgehen, die öffentliche Bäder betreiben. „Dann wird man sehen, ob und wie unsere Idee aufgenommen wird. Ansonsten machen wir es eben allein“, sagen Wagner und Benkendorff.

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