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Sternfahrt aber nur mit mäßiger Resonanz

AKW-Gegner: „Niemals aufgeben“

Emmerthal. Erneut hat die Regionalkonferenz „AKW Grohnde abschalten“ am Wochenende mit einer Sternfahrt und einem Camp auf einem Acker am Kraftwerk auf eine mögliche Katastrophengefahr aufmerksam gemacht. Nach Veranstalterangaben reisten dazu mehr als 250 Teilnehmer aus Bielefeld, Braunschweig, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Minden, Rinteln und Hameln-Pyrmont mit Auto, Zug und Fahrrad an. Die Polizei sprach von 70 Protestlern. Die Aktion sei friedlich verlaufen. Polizeibeamte stellten einen Hubwagen mit einer Pyramide aus Holz, auf der „Mox Stop Box“ stand, sicher – „aus Gründen der Gefahrenabwehr“, wie es hieß.

veröffentlicht am 09.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 07:41 Uhr

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Mit Infoständen, Wortbeiträgen über den Sachstand in Fukushima in Japan, der Energiewende, aus der Arbeit der Regionalkonferenz und der Bürgerinitiative Strahlenschutz Braunschweig und vielen Musikbeiträgen begingen sie ihren Protest. „Wir achten auf jede Veränderung hier am AKW Grohnde“, insbesondere sorgen sich die Kritiker, dass es vielleicht doch noch Bestrebungen geben könnte, dass es länger als geplant am Netz bleiben könnte. „Wir sind da. Wir schlafen nicht“, erklärte Annette Ramaswamy, Mitglied der Regionalkonferenz.

Auf die geringe Anzahl der Protestler angesprochen, meinte Ramaswamy: „Das ist symptomatisch für die jetzige Zeit. Da spielen andere Großveranstaltungen heute und auch die anstehenden Bundestagswahlen eine Rolle. Viele Menschen sind dadurch von unseren Themen abgelenkt und die Bevölkerung hat sich beruhigt und mancher braucht wohl eine Pause.“

Ähnlich sieht das auch Rüdiger Hoffmann aus Grohnde. Sein T-Shirt mit dem Aufdruck „Parole: Niemals aufgeben“ sagt, was er denkt. Seit 1977 sei er dabei. Viele in Grohnde hätten allerdings aufgegeben. „Die meisten sind in der Feuerwehr und erhalten sozusagen Schweigegelder und die anderen trauen sich nicht heraus“, unterstellt er – und meint, das sei „traurig“.

Mit einem Einsatzzug war die Bereitschaftspolizei Hannover vor Ort. Für sie gab es kaum etwas zu tun, bis auf eine kleine Diskussion mit Moritz Doll und Lukas Blenkle. Sie hatten sich an der alten B 83 zwei Bäume ausgesucht, die sie besteigen wollten, und Interessierten angeboten, es ihnen, gesichert, mit allem, was dazugehört, gleichzutun. Nach Rücksprache mit der Einsatzleitung der Polizei wurde das „Schnupperklettern“ gestattet. gro/ube

Ein Polizeibeamter fotografiert die sichergestellte Pyramide, die ein Demonstrant in Richtung Kraftwerk gezogen hatte.

ube



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