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AKW Grohnde für vier Wochen vom Netz

Emmerthal (cb). Das Atomkraftwerk Grohnde ist wie geplant zum jährlichen Brennelementewechsel und der damit verbundenen Anlagenrevision vom Netz gegangen. Das haben das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz als Atomaufsichtsbehörde und e.on Kernkraft als Betreiber mitgeteilt. Damit halten beide Seiten an dem Zeitplan fest, obwohl es wegen des Moratoriums der Bundesregierung, durch das derzeit ohnehin die sieben ältesten AKWs abgeschaltet sind, Bedenken wegen möglicher Engpässe bei der Stromversorgung gegeben hatte.

veröffentlicht am 02.05.2011 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:41 Uhr

AKW
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Emmerthal (cb). Das Atomkraftwerk Grohnde ist wie geplant zum jährlichen Brennelementewechsel und der damit verbundenen Anlagenrevision vom Netz gegangen. Das haben das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz als Atomaufsichtsbehörde und e.on Kernkraft als Betreiber mitgeteilt. Damit halten beide Seiten an dem Zeitplan fest, obwohl es wegen des Moratoriums der Bundesregierung, durch das derzeit ohnehin die sieben ältesten AKWs abgeschaltet sind, Bedenken wegen möglicher Engpässe bei der Stromversorgung gegeben hatte. Revisionen müssten in langen Zeiträumen geplant und durchgeführt werden, meinten übereinstimmend das Ministerium und der Betreiber, nach deren Angaben die Atomkatastrophe von Japan noch keine Konsequenzen für den Reaktor in Grohnde hat. Die Bundesnetzagentur geht derzeit „davon aus, dass die Netzsicherheit gewährleistet bleibt“, wie deren Sprecherin Renate Hichert gestern auf Nachfrage sagte. „Alle Beteiligten werden mit dazu beitragen“, sagte sie. Derzeit sind auch die AKWs Gundremmingen (Block B) und Grafenrheinfeld (Block 1) für die Revision vom Netz. Wie Dr. Petra Uhlmann von e.on Kernkraft sagte, prüfe ihr Unternehmen jedoch eine konkrete Anfrage des Netzbetreibers Tennet, die ab Mitte Mai vorgesehene Revision des Kohlekraftwerkes Staudinger in Hessen zu verschieben.
 Laut Ministerium bleibt das AKW Grohnde voraussichtlich etwa vier Wochen abgeschaltet. Während des Stillstandes werden 44 der insgesamt 193 Brennelemente des Reaktorkerns gegen neue ausgetauscht. „Neben einer Vielzahl von routinemäßigen Prüfungen und Instandhaltungsmaßnahmen werden in diesem Jahr größere und zum Teil zeitaufwendige Instandhaltungsarbeiten an nuklearen und sicherheitstechnisch bedeutsamen Anlagenteilen durchgeführt“, teilt Ministeriumssprecherin Jutta Kremer-Heye mit. Derzeit stehe in Niedersachsen das im Zuge des Moratoriums abgeschaltete Kernkraftwerk Unterweser vor dem Hintergrund der Ereignisse in Fukushima besonders auf dem Prüfstand. Die Reaktor-Sicherheitskommission führt zusammen mit den Behörden der Länder und dem Bundesumweltministerium die neue Risikoanalyse durch. Die Prüfer müssen dabei externe Risiken betrachten, die denen vergleichbar sind, die sich in Japan ereignet haben. Erst in einem zweiten Schritt würden dann die jüngeren Kernkraftwerke überprüft, so die Sprecherin.
 Für die nun vorgesehene Revision in Grohnde nannte Kremer-Heye drei Schwerpunkte, wobei zwei auf Grundlage von meldepflichtigen Ereignissen in anderen Reaktoren durchgeführt werden sollen.



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