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Betreiber stellt Antrag zum Genehmigungsverfahren bei der Atomaufsichtsbehörde

AKW – „Erste Schritte in Richtung Stilllegung“

EMMERTHAL. Die Preussen Elektra hat gestern im Hinblick auf das mehrjährige Genehmigungsverfahren den Antrag zur Stilllegung und zum Abbau für das Kernkraftwerk Grohnde beim Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz als Genehmigungsbehörde eingereicht. Das hat die Preussen Elektra als Betreiber mitgeteilt.

veröffentlicht am 27.10.2017 um 15:00 Uhr

(c) dpa - Bildfunk+++
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Nach dem Atomgesetz endet die Berechtigung zum Leistungsbetrieb des Kraftwerks am 31. Dezember 2021.

Gegenüber unserer Zeitung hatte der Betreiber im Sommer die frühe Antragstellung begründet. Damit bestünde die Chance, bereits zum Zeitpunkt der Abschaltung im Besitz einer Stilllegungs- und Rückbaugenehmigung zu sein, um mit den ersten Arbeiten beginnen zu können. Und das sei im Interesse des Kraftwerkes, „um die Expertise der Mannschaft zu nutzen“, meint Kraftwerksleiter Michael Bongartz unter Hinweis auf das spezielle Fachwissen der Beschäftigten. Das sei auch eine Motivation für die Mitarbeiter, eine Perspektive am Standort zu haben. Der Betreiber rechnet mit Kosten von rund einer Milliarde Euro für jedes Kraftwerk, für die das Unternehmen Rückstellungen gebildet habe.

Im Sinne einer frühen Beteiligung der Öffentlichkeit informierte PreussenElektra bereits am 9. September im Rahmen eines Informationstags Politik, Medien und interessierte Anwohner über die geplante Antragstellung, die Abläufe des mehrjährigen Genehmigungsverfahrens und die geplanten organisatorischen und technischen Maßnahmen zur Vorbereitung von Stilllegung und Abbau des Kraftwerks.

Dazu zitiert der Betreiber gestern Kraftwerksleiter Michael Bongartz mit den Worten: „Mit der Antragstellung und der Information der Bürger sind die ersten Schritte in Richtung Stilllegung getan. Wir werden auch im weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens sowie während des Rückbaus regelmäßig informieren.“

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