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Burkhard Hildebrandt muss aus Krankheitsgründen umplanen / Spenden unterstützen Aids-Infizierte

Afrikareise gestoppt – Hilfe rollt dennoch an

Aerzen (boh). Wochenlang wurde Bea auf Herz und Nieren geprüft, technisch auf Vordermann gebracht, um für die lange Reise vom Kap der Guten Hoffnung zurück nach Hameln perfekt gerüstet zu sein. Bea ist übrigens der Kosename für den quietschgelben Oldtimer-Fiat 500 Baujahr 1969 des Aerzener Aids-Aktivisten Burkhard Hildebrandt, der mit der weit übers Weserbergland hinaus bekannten Knutschkugel auf vier Rädern Ende dieser Woche eigentlich zu seiner zweiten Reise quer über den afrikanischen Kontinent starten sollte. „Eine schwere Krebserkrankung zwingt mich jedoch dazu, die Reise um ein Jahr zu verschieben“, bedauert Burkhard Hildebrandt.

veröffentlicht am 27.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:21 Uhr

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Die Gelder, die Hildebrandt für diese Reise gesammelt hat – unter anderem beim Benefizkonzert der Queen-Coverband „MerCury“ in der Honig-Baumarkt-Arena – werden trotzdem den Projekten in Afrika zugute kommen, die der Aerzener eigentlich in der zweiten Hälfte des Jahres persönlich besuchen wollte. „Helfen kann ich auch über eine Entfernung von vielen Tausenden Kilometern“, erklärt er. Nicht umsonst hat er als Vorsitzender des Vereins „Reise der Hoffnung“ in den letzten Jahren intensive Kontakte geknüpft zu Organisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“ und zahlreichen lokalen Organisationen in den einzelnen afrikanischen Ländern.

Seine eigene Krebserkrankung sieht der Aerzener übrigens locker. „Ich bin ein Stehaufmännchen und habe schon ganz andere Dinge überstanden“, will er anderen Menschen Mut machen. Untätig wird er in diesem Jahr ohnehin nicht sein: Trotz möglicher Chemo- und Strahlentherapie wird er bis zum Ende des Jahres zahlreiche Vorträge zum Thema „HIV-Prävention“ in niedersächsischen Schulen und gemeinnützigen Einrichtungen halten. Thematisiert werden unter anderem Diskriminierungen im Alltag. „Und das beginnt häufig bereits in den Schulen. Formen von Mobbing kommen öfter vor, als man denkt“, so der Aerzener. Auch der Schutz vor einer HIV-Infektion hat in seinen Vorträgen oberste Priorität. „Ein sehr wichtiger Punkt ist der Gebrauch von Kondomen“. Sein Verein wird zudem Schlüsselanhänger mit Präservativen verteilen.

Seine Afrikareise wird Hildebrandt, der bereits 2010 mit seiner 13 355 Kilometer langen Fahrt quer durch die Sahara mit dem Fiat 500 für Aufsehen gesorgt hatte, im kommenden Jahr nachholen. „Grundsätzlich hätte ich auch später in diesem Jahr starten können, allerdings sind die Wintermonate – und die beginnen nun mal im Juni – idealer zum Durchfahren der Länder. Außerdem ist Bea ja auch schon etwas betagt, da kann ich ihr intensive Hitze nicht unbedingt zumuten“, sagt er augenzwinkernd.

Öffentlichkeitswirksam wirbt Aids-Aktivist Burkhard Hildebrandt – hier beim Benefiz-Konzert im April bei seinem vorerst letzten öffentlichen Auftritt – für die Ziele seines Vereins „Reise der Hoffnung“. Auch seinen Fiat 500 hatte er dabei. Foto: boh



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