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Touristikzentrum will Angebote für Wanderer ausbauen

Aerzener Verein bietet Marathon der besonderen Art

AERZEN. Die längste Strecke verlangt schon eine gewisse Kondition, dafür verspricht sie schönste Ausblicke in landschaftlich reizvoller Umgebung: 45 Kilometer misst der Wanderweg Nummer 10 – inzwischen als „Zehner“ vermarktet – rund um Aerzen, der am nächsten Samstag, 4. Juni, Ziel für den Marathon der besonderen Art ist. Ausrichter ist der Heimat- und Verschönerungsverein Aerzen mit Unterstützung des Touristikzentrums Westliches Weserbergland. Rund 50 Anmeldungen liegen vor, sagt Vorsitzender Frank Schiffling, der von einer „sehr guten Resonanz“ spricht. Wobei die sportlich anspruchsvolle Strecke mit 45 Kilometern nicht bindend ist. Zwei kürzere Routen entlang des Rundwanderweges mit 20 und 25 Kilometer Länge stehen zur Auswahl.

veröffentlicht am 29.05.2016 um 16:58 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Das Ziel für die Wanderer lautet Groß Berkel, wo der Abschluss geplant ist. Heimat- und Verkehrsverein sowie Touristikzentrum verfolgen hingegen ein langfristiges Ziel: Sie wollen dem Wandern in der Region zu mehr Popularität verhelfen – für die Einwohner selbst, aber auch für die Touristen, die ins Weserbergland kommen.

Wanderer gehören neben den Radfahrern und Besuchern historischer Städte und Stätten in der Region mit zu den wichtigsten Zielgruppen. „Das ist noch ausbaufähig“, sagt Matthias Gräbner, Geschäftsführer des Touristikzentrums, das die Kommunen Aerzen, Emmerthal, Hessisch Oldendorf, Auetal, Rinteln und Porta Westfalica vermarktet. Der Hansaweg, der durch Aerzen verläuft, der Weserbergland-Weg und der Ith-Hils-Weg als besondere Routen ebenso wie kleinere Strecken vor Ort, beispielsweise der „Zehner“ – das Angebot sei gut. Hinzukommen müsse aber, dass die Ausschilderung und die Wege in einem guten Zustand bleiben, sich aber auch die Gastronomie und Beherbergungsbetriebe auf die Wünscher der Wanderer einstellen müssten.

Gräbner verweist darauf, dass das Drei-Sterne-Hotel und Restaurant Waldquelle in Aerzen erstmalig mit dem Siegel „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet worden ist. Als erster zertifizierter Gastgeber in Aerzen sei der familiengeführte Betrieb, inzwischen mit Baumhaushotel, somit auf die besonderen Anforderungen und Wünsche von Wanderern eingestellt. Nachahmer, sagt Gräbner, seien durchaus erwünscht. „Eine Herausforderung für die nächsten Jahre“, meint der Experte.

Um die Wanderregion bekannter zu machen, unterstütze das Touristikzentrum den Heimat- und Verschönerungsverein. Die Teilnehmerzahl zur Premiere sei kein Indikator für den Erfolg – der Marathon müsse sich schließlich etablieren. Als Vorbild diene der inzwischen überregional bekannte Wandermarathon Frankenwald, der zuletzt Treffpunkt für über 500 Teilnehmer gewesen sei, meint Gräbner.

Für den Aerzener Verein, der ein Wegenetz mit einer Länge von 130 Kilometern betreut, gilt der langfristige Effekt als wichtig. „Es wäre schön, wenn der Zehner stärker genutzt wird“, sagt Schiffling. „Da steckt ja viel Arbeit drin.“ Was er besonders an ihm schätzt: die Höhenlagen, wenn der Weg auf den Kuppen aus dem Wald führt und wie bei Posteholz oder dem Dehmker Strang besondere Aussichten auf die Landschaft eröffnet. „Bei guter Sicht 30 bis 40 Kilometer weit“, sagt Schiffling. „Da bleibe ich gerne länger stehen, um den Ausblick zu genießen.“

Übrigens: Nicht nur Wanderer schätzen den 45 Kilometer langen Weg rund um Aerzen. Was Schiffling in speziellen Internetforen entdeckt hat: Mountainbiker empfehlen die Strecke ebenfalls für eine Tour.

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