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Konjunkturprogramm II / Zusätzliche Plätze für unter Dreijährige in Groß Berkel geplant

Aerzen setzt Schwerpunkt bei Kindergärten

Aerzen (cb). Die Gemeinde Aerzen plant 1,835 Millionen Euro für zusätzliche Investitionen besonders an Schulen, Kindergärten und Sportstätten, die mit Geldern aus dem Konjunkturpaket II bezuschusst werden sollen. Dies sieht der erste Nachtragshaushaltsplan vor, der am Dienstag im Finanz-, Wirtschafts- und Personalausschuss beraten worden ist. Dabei rechnet die Gemeinde mit Einnahmen in Höhe von 1,39 Millionen Euro, aber auch mit 445 000 Euro neuen Schulden, um den Eigenanteil zu finanzieren. Allerdings: Bei noch nicht allen Anträge steht fest, ob sie den Kriterien entsprechen und bewilligt werden.

veröffentlicht am 03.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 03:41 Uhr

Der Kindergarten in Groß Berkel soll erweitert werden, um weiter
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Aus der pauschalen Zuweisung sollen im Wesentlichen Kindergartenplätze besonders für die Betreuung der unter Dreijährigen ermöglicht werden. Nach den bisherigen Planungen hat die Verwaltung die Möglichkeit, in der Nachbarschaft des Kindergartens Groß Berkel eine Immobilie zu kaufen, wobei eine Entscheidung noch nicht getroffen ist. Insgesamt sind 700 000 Euro für Kauf und Umbau vorgesehen, wobei sich abzeichnet, dass die erste Schätzung für die Baukosten unterschritten werden könnte; erste Details sollen heute im Bauausschuss vorgestellt werden.

Antrag für Sanierung der Turnhalle läuft

Sollten die weiteren Gespräche, beispielsweise auch mit Kirche und Jugendamt, positiv verlaufen, könnten in Groß Berkel bis 2010 zwei neue Gruppen für bis zu 30 Kinder eingerichtet werden. Wie Bürgermeister Bernhard Wagner weiter erläuterte, könnten dann bis 2013 in Aerzen selbst weitere Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden, für Grupenhagen wäre dies über eine altersgemischte Gruppe möglich. Für die Erweiterung des Kindergartens Groß Berkel erhofft sich die Gemeinde auch Zuschüsse des Landkreises.

Für Sanierungsarbeiten an den Grundschulen sind insgesamt 57 000 Euro vorgesehen. In Aerzen soll der Keller gegen eindringendes Wasser abgedichtet, in Groß Berkel sollen die Sanitärräume modernisiert werden. Außerdem sind 18 500 Euro eingeplant, um die beiden Schulen besser mit neuen Medien auszustatten. 30 000 Euro erwartet die Gemeinde, um eine Fassade und Fenster des Rathauses zu erneuern, für die Sanierung der Turnhalle in Reher ist die gleiche Summe eingeplant.

Eine Million Euro hat die Gemeinde aus dem Sonderprogramm Sportstättenförderung beantragt, um die Turnhalle an der Schule in Groß Berkel zu sanieren. Allerdings liegen beim Land mehr Anträge vor, als Geld vorhanden ist. Weitgehend herrschte in der Politik Zustimmung, wobei sich die CDU der Stimme enthielt, um zunächst die Beratungen im Bauausschuss und in der eigenen Fraktion abzuwarten. Ihr Fraktionsvorsitzender Friedrich Beckmeier gab vor allem die weitere Neuverschuldung angesichts einer zu erwartenden schlechteren Einnahmesituation zu bedenken. „445 000 Euro sind verdammt happig“, meinte er. Während die Investitionen für die Betreuung für unter Dreijährige „eine Chance sind, die wir nicht wiederbekommen“, bereite die Turnhalle Groß Berkel „ein bisschen Bauchschmerzen“, so Beckmeier. Für überschaubar hielt dies hingegen SPD-Fraktionsvorsitzender Burkhard Schraps, wenn bedacht werde, dass die neuen Schulden erhebliche Zuschüsse ermöglichen würden. „Wir schieben die Sanierung der Turnhalle seit zehn Jahren vor uns her“, so Schraps. „Wenn der Antrag bewilligt wird, gibt es einen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent.“



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