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Groß Berkel. Die Erleichterung und Zufriedenheit ist den Mitgliedern des Arbeitskreises für Dorferneuerung in Groß Berkel anzumerken, auch wenn noch etwas Grün auf der zentralen Anlage fehlt. Nach jahrelangen Planungen sind die Bauarbeiten für den neuen Ortsmittelpunkt nahe der Kirche abgeschlossen. Als Parkplatz und Treffpunkt gleichermaßen soll er künftig dienen. „Und wir wollen mit dazu beitragen, dass sich die Einwohner mit dem Dorfplatz identifizieren“, sagt Reinhard Burdinski, der neben Waltraud Wempe und Hartmut Sander zu den Sprechern des Arbeitskreises gehört. Sie stellten jetzt die Pläne vor, wie das Ambiente mit Anpflanzungen und Möblierung aufgewertet werden soll.

veröffentlicht am 12.09.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 07:21 Uhr

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Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass die Gebäude auf dem Platz abgerissen wurden, zuletzt nur eine geschotterte Fläche mitten im ortsbildprägenden Bereich einen wenig ansehnlichen Eindruck machte. Mit Zuschüssen aus dem Dorferneuerungsprogramm sollte nun umgesetzt werden, was immer wieder auf der Wunschliste stand. Vor allem aus finanziellen Gründen gab es Verzögerungen, aber das ist jetzt Vergangenheit. Bürgermeister Bernhard Wagner erklärt in dieser Woche die Bauarbeiten, im Juni gestartet, für beendet. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, meint Waltraud Wempe. „Das lief alles ganz ohne große Probleme, bis auf Kleinigkeiten, wo man nachjustieren musste“, sagt Wagner über das 170 000 Euro teure Projekt, das mit Geldern der EU, des Landes und des Landkreises gefördert wurde. Was fehlt, um den Platz weiter aufzuwerten, ist die Bepflanzung. Aber dazu muss die Jahreszeit stimmen. „Wohl im Frühjahr“, gibt der Bürgermeister vor.

So lange wollen die Groß Berkeler aber nicht warten, um den neuen Platz seiner Bestimmung zu übergeben. Mit einem Dorffest am 27. September wollen sie die lang ersehnte Umgestaltung des Platzes als neuen Treffpunkt feiern. Und: Der Dorfplatz soll als Namen „Kathers Hof“ tragen. Viele Einwohner verbinden das Areal mit dem Namen des letzten Besitzers, obwohl Werner Kather im Harz lebt. Dabei gab es durchaus Anregungen, über einen anderen Namen nachzudenken. „Unter den Linden“, schwebte Burdinski vor, wenn entsprechende Bäume auf dem Platz wachsen. Doch die Identifikation mit „Kathers Hof“ scheint in Groß Berkel sehr stark zu sein. Einstimmig beschloss der Arbeitskreis, an dem Namen festzuhalten. Nun will Burdinski sogar versuchen, den letzten Eigentümer des Hofes zur Einweihung einzuladen.

Damit nicht nur Steuergelder fließen, wollte auch der Arbeitskreis einen Beitrag leisten. Die Mitglieder konnten Sponsoren – vor allem aus der heimischen Wirtschaft, aber auch Einzelpersonen – gewinnen, um den Platz aufzuwerten. Zum Beispiel für fünf rustikale Bänke, aber auch für eine massive Informationstafel. Sie soll gut sichtbar auf einer der Grünflächen über die Geschichte ebenso Auskünfte geben wie über das aktuelle Leben im Dorf. Hinzu kommen ein Lageplan mit Straßenverzeichnis, damit sich auch Besucher in Groß Berkel zurechtfinden, sowie Platz für Bekanntmachungen aus der Dorfgemeinschaft. Aufwerten will die Künstlerin Waltraud Wempe die Informationstafel mit vier markanten architektonischen Motiven aus dem Ortskern.

Der Arbeitskreis hofft auf weitere Sponsoren, die beispielsweise weiteres Mobiliar finanzieren. Gleichzeitig suchen die Mitglieder Privatpersonen oder Vereine, die künftig Patenschaften für die Grünpflege übernehmen. Klar: Die Gemeinde mäht zwar den Rasen. Aber mal Unkraut jäten oder eine Kanne Wasser für die Rabatten bringen – dafür wünscht sich Burdinski Hilfe von den Einwohnern. Es sei Ziel, sie am neuen Dorfmittelpunkt zu beteiligen. „Nehmt ihn als euren Platz an“, appelliert Burdinski an sie.

Für den Arbeitskreis und die Gemeinde ist der Platz aber nur ein Projekt der Dorferneuerung, die schleppend gestartet ist. Rund zehn Maßnahmen standen ursprünglich auf der Liste, wobei allerdings allmählich die Zeit drängt – das Programm läuft nur noch bis zum Jahr 2017. Als nächstes Projekt beschloss der Arbeitskreis den Weg „In der Twetsche“. „Mal gucken, was finanziell möglich ist“, meint Wempe über den Weg, der ausgebessert werden muss, damit ihn Einwohner mit Rollator oder Kinderwagen benutzen können. Neben der Kommune haben aber auch die Einwohner mit alter Bausubstanz im Ortskern die Möglichkeit, Zuschüsse zu erhalten. „Die ersten privaten Sanierungen laufen“, weiß Burdinski. „Es ist schön zu sehen, wie es allmählich vorangeht.“cb



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