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Marcus Schaper (Grüne) legt Mandat im Verwaltungsausschuss und Fraktionsvorsitz nieder

Abschied von arbeitsintensiven Aufgaben

AERZEN. Rückzug auf Raten? Nein, entgegnet der Ratsherr der Bündnisgrünen, Dr. Marcus Schaper, nachdem er zwei – zeitintensive – Aufgaben in der Aerzener Politik abgegeben hat. Sowohl sein Mandat als Beigeordneter des Verwaltungsausschusses hat er niedergelegt als auch sein Amt als Fraktionsvorsitzender seiner Partei, die eine Mehrheitsgruppe mit SPD und „Die Linke“ bildet.

veröffentlicht am 10.10.2017 um 15:22 Uhr

„Groß Berkel bleibt mein Lebensmittelpunkt“, sagt Dr. Marcus Schaper, Grünen-Ratsherr. Foto: Privat
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Seit Anfang des Jahres sei er beruflich „so sehr eingespannt“, dass er den beiden Aufgaben in der Politik nicht mehr so nachkommen könne, „wie es meinen persönlichen Ansprüchen entspricht“, begründet Schaper auf Nachfrage. Nachfolger in beiden Funktionen ist Michael Dombrowski.

Groß Berkel bleibt mein Lebensmittelpunkt.

Dr. Marcus Schaper, Grünen-Ratsherr

Eigentlich sei er davon ausgegangen, ab dem Sommer wieder etwas mehr Zeit für die Politik vor Ort gehabt zu haben. Dieser Fall sei aber nicht eingetreten, sagt Schaper, der sich in diesem Jahr auch ohne Erfolg für eine Bundestagskandidatur beworben hatte, nachdem er 2013 bereits zur Wahl stand. Zwei Gründe führt er für seine hohe zeitliche Belastung an. Zum einen handele es sich darum, dass er zwei Unternehmensgründungen aktiv unterstütze. Dabei soll es sich um den Aufbau von zwei Hörgeräteakustik-Geschäften in Potsdam und Oranienburg handeln, wie aus Medienberichten hervorgeht. Vor allem aber mache er sich als politischer Berater selbstständig, sagt der Grüne. Bekanntlich war der Groß Berkeler über viele Jahre Studienleiter für Internationale Politik an der Evangelischen Akademie Loccum. Nun sei er dabei, über seine Kenntnisse in der Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik, auch in der Forschung, eine Beratertätigkeit aufzubauen. Dabei strebe er an, weiter auch vom Weserbergland aus tätig zu sein, entgegnet er früheren Kritiken aus der Opposition, ob er seinen Hauptwohnsitz noch vor Ort habe. „Groß Berkel bleibt mein Lebensmittelpunkt“, sagt der Bündnisgrüne, der dort stellvertretender Ortsbürgermeister ist. Den politischen Gremien in Aerzen, in die er gewählt worden sei, wolle er weiter angehören. Schaper: „Ich lege nicht meine Mandate nieder, sondern die arbeitsintensivsten Ämter.“

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