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Pastorin Daniela Uhrhan-Holzmüller wechselt aus familiären Gründen von Groß Berkel nach Melle-Neuenkirchen

Abschied nach zehn Jahren – mit Wehmut und Vorfreude

Groß Berkel (sbr). Die Umzugskartons sind bereits gepackt, nun heißt es Abschied nehmen: Pastorin Daniela Uhrhan-Holzmüller verlässt nach zehn Jahren die evangelische St.-Johannis-Kirchengemeinde. Ab Februar ist sie als Pastorin seelsorgerisch in der Christophorus-Kirchengemeinde Melle-Neuenkirchen tätig. „Ich gehe mit dem berühmten lachenden und weinenden Auge“, erklärt Daniela Uhrhan-Holzmüller.

veröffentlicht am 18.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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In erster Linie denkt sie bei ihrem selbst gewählten Wechsel – der Kirchenvorstand hatte die „Zehnjahresfrage“ positiv beantwortet und sich einstimmig für den Verbleib der Pastorin in der Groß Berkeler Kirchengemeinde ausgesprochen – vor allem an ihre Familie. „Mein Mann Thilo ist ebenfalls Pastor und in der westfälischen Kirche in den Kirchenkreisen Gütersloh und Halle als Schulreferent tätig. Die räumliche Nähe seines Arbeitsplatzes zu meiner neuen Pfarrstelle ist eine echte Erleichterung“, so die Pastorin und fügt an: „Für unseren Sohn Felix (9) steht im Sommer der Wechsel an eine weiterführende Schule bevor.“

Beruflich gesehen hätte Daniela Uhrhan-Holzmüller die vielfältigen Projekte, die sie im Laufe des letzten Jahrzehnts innerhalb der Groß Berkeler Kirchengemeinde mit initiiert hat, gern noch weiter begleitet. Besonders stolz ist die Pastorin auf die Realisierung des Sanierungsprojektes „Pfarrscheune“. Mit dem Einbau der neuen prägnanten Eingangstür in Calenberger Blau konnte das Bauvorhaben im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen werden. Ebenfalls in ihre Dienstzeit entfielen die Anschaffungen des neuen Osterkerzen-Leuchters aus Obernkirchener Sandstein sowie die großen Krippenfiguren, die vom mittlerweile verstorbenen heimischen Künstler Heinz Bredemeyer aus Egge geschnitzt worden waren. Darüber hinaus wurde die Friedhofskapelle neu gestaltet, im St.-Johannis-Kindergarten eine Krippengruppe eingerichtet, ein Gospelchor gegründet und mit Taizé eine neue Gottesdienstform eingeführt.

Ein besonderer Brückenschlag ist durch die enge Zusammenarbeit von Kirche mit Kindergarten und Grundschule gelungen. „Dafür bin ich sehr dankbar und glücklich!“, so Daniela Uhrhan- Holzmüller, die eine gut aufgestellte Gemeinde hinterlässt. Der intensiven Zusammenarbeit zwischen Kirche und Schule möchte sich die Pastorin auch in ihrer neuen Gemeinde widmen, deren Angebot sie als vielfältig beschreibt. „Ansonsten muss man sehen, wo ich mich besonders einbringen kann“, sagt die gebürtig aus Bückeburg stammende Pastorin.

Nach zehn Jahren München zog ihre Familie zurück nach Rinteln, wo sie ihre Schulzeit am dortigen Gymnasium beendete. Die Antwort auf die Frage „Können Frauen den vielfältigen Aufgaben einer Pastorin gerecht werden?“ reizte sie und ließ sie Theologie in Marburg, Frankfurt und Hamburg studieren. Um die Zeit der Pastorenschwemme in den 1990er Jahren zu überbrücken, ging Daniela Uhrhan-Holzmüller für drei Jahre als Religionslehrerin nach Thüringen. Ihre zweijährige Probezeit absolvierte sie in der benachbarten Kirchengemeinde Hemeringen-Lachem. Am 1. November 2001 trat sie die Pfarrstelle in Groß Berkel an – die evangelischen Christen im Hummeort wurden ihre erste Gemeinde. „Ich wollte immer Pastorin werden, das war mein größter Wunsch. Auch wenn es bis dahin manchmal ein steiniger Weg war, das Gottvertrauen habe ich nie verloren“, resümiert die 48-Jährige.

Der Abschiedsgottesdienst für Pastorin Daniela Uhrhan -Holzmüller beginnt am Sonntag, 22. Januar, um 15 Uhr in der St.-Johannis-Kirche in Groß Berkel.



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