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Nach jahrelangem Warten: Groß Berkel erhält für 175 000 Euro neuen Ortsmittelpunkt

Abgespeckte Pläne verhelfen zum Dorfplatz

Groß Berkel (cb). Wenn auch in abgespeckter Version: Für das derzeit als Parkfläche genutzte Areal Kathers Hof in Groß Berkel zeichnet sich eine Lösung ab, um einen zentralen Dorfplatz zu gestalten. Damit stehen jahrelange Planungen, die immer wieder vertagt und verändert wurden, vor dem Abschluss. Zuletzt hatte der Dorferneuerungsausschuss mit Einwohnern aus Groß Berkel an den Details gefeilt und der Sparversion mit Kosten von 175 000 Euro einstimmig seinen Segen erteilt, nun beschloss der Ortsrat die Planungen.

veröffentlicht am 08.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:41 Uhr

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Gute Nachricht: Der Zuwendungsbescheid, dass dafür ein Zuschuss von 73 500 Euro aus dem Programm der Dorferneuerung bewilligt worden ist, liegt im Rathaus vor. Das berichtete den Kommunalpolitikern Bauamtsleiter Thomas Noltemeyer. Beim Landkreis sei außerdem der Antrag gestellt worden, 22 000 Euro zuzuschießen – die Politik dort berate darüber im Oktober. Die Gemeinde, die dann noch 79 000 Euro aufbringen müsste, hat das Geld bereits im Haushalt bereitgestellt. „Es sollte bitte nicht erwartet werden, dass übermorgen der Bagger kommt“, schraubte Bürgermeister Bernhard Wagner zu hohe Erwartungen zurück. „Die Pläne sollen aber schon zeitnah und vernünftig umgesetzt werden.“ Das Planungsbüro solle deshalb sondieren, welcher Zeitpunkt für eine Ausschreibung der Bauarbeiten aus finanzieller Sicht sinnvoll sei, umschrieb Wagner den nächsten Schritt.

Zuvor hatte Eckhard Paulmann vom Fachbüro Grontmij GmbH die wichtigsten Eckpunkte vorgestellt, wie sich der zentrale Platz von Groß Berkel künftig darstellen soll. Die Prämisse, unter der gehandelt wurde: Eine bessere optische Gestaltung war ebenso gewünscht wie ausreichende Parkplätze, gleichzeitig aber ein zentraler Treffpunkt für spätere Festivitäten, vielleicht sogar die Wiederbelebung des Wochenmarktes. 34 statt bislang 40 Stellflächen für Autos, darunter Behindertenparkplätze, sind vorgesehen, wie Paulmann einen der Kürzungsvorschläge nannte. Eine geschlossene Pflasterung werde favorisiert, verschiedene Farbtöne sollten für Abwechslung sorgen. Ortstypisch, den dörflichen Charakter unterstreichend – als Beispiel nannte der Planer die jüngst neu gepflasterte Pöhlenstraße im Kernort von Aerzen. War laut Vorgaben des Dorferneuerungsprogramms eine Bruchsteinmauer erwünscht (Paulmann: „Ein echter Kostenfaktor“), so sieht die Sparversion nun eine Hainbuchenhecke vor. Grünanlagen lassen für spätere Zeiten Ideen wie Bouleplatz, Brunnenanlage oder Pergola möglich werden, schon jetzt gilt der Aufenthaltsbereich in Richtung Kindergarten und Kirche als wichtig, mehrere Sitzgelegenheiten sind vorgesehen.

Einige Tage zuvor waren die Pläne übrigens auf dem Altdorffest vorgestellt worden – „mit guter Resonanz“, wie der Bürgermeister sagte. Einige Anregungen gab es gleich mit dazu, wenngleich nicht alle – wie ein Toilettenhaus – als umsetzbar gelten. Andere Vorschläge – vermutet wird auf dem Platz noch ein Brunnen, der sichtbar gemacht werden sollte – werden als Zukunftsmusik gesehen. Der Beschluss im Ortsrat fiel einstimmig. Hatte Friedel-Curt Redeker (CDU) im Vorfeld zwar davon gesprochen, dass es bei den Einwohnern wegen des Dorfplatzes grummele, so hielt er sich in der Sitzung zurück. „Wir freuen uns auch“, meinte er über die nun bevorstehende Realisierung. „Als höchst interessant“ bezeichnete Dr. Marcus Schaper (Grüne) die Gespräche über die Pläne beim Altdorffest. Burkhard Schraps (SPD) fasste zusammen: „Die Resonanz im Ort ist positiv.“ Sein Wunsch sei es, dass beispielsweise die Dorfgemeinschaft bei den Anpflanzungen mithelfe, um Kosten zu sparen. Und dann sei es sinnvoll, wenn sie später die Grünanlagen mit pflege.



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