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Neues Projekt an der Johann-Comenius-Schule / Jährlich 30 000 Euro von Sponsoren

„Ab in die Ausbildung“

EMMERTHAL. Wenn 97,5 Prozent der Schüler einer Hauptschule über mehrere Jahre regelmäßig den Hauptschulabschluss schaffen und dann bis zu 70 Prozent dieser Schüler eine Lehrstelle finden und ihre Ausbildung erfolgreich absolvieren, darf sich eine Schule zu diesem Erfolg gratulieren.

veröffentlicht am 16.01.2018 um 12:29 Uhr

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Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Es sind Erfolgszahlen, die von Nicole Aschenbrenner, der Leiterin der Johann-Comenius-Schule in Emmerthal im Rahmen des Projekts „Ab in die Ausbildung“ beim Sponsorenabend vorgelegt wurden.

Die Sponsoren waren in die Schule eingeladen worden, um ihnen für die Hilfe zu danken, mit der das im vergangenen Schuljahr beendete Projekt „Kraftpaket“ des E.on-Konzerns unter dem neuen Titel finanziell auf neue Füße gestellt worden war und Martina Nöltker zumindest weitere drei Jahre als Berufscoach an der Schule weiterarbeiten kann.

Zur Bereitstellung von 30 000 Euro pro Jahr verpflichteten sich die Sponsoren, um das von Irmgard Lohmann initiierte Projekt „Ab in die Ausbildung“ verwirklichen zu können, für das Martina Nöltker derzeit wöchentlich 13 Stunden an der Schule arbeitet, um Haupt- und Realschülern eine realistische Berufsorientierung zu ermöglichen. Verlaufen die Verhandlungen mit einem weiteren Sponsor positiv, soll die Stundenzahl auf 16 erhöht werden.

Die Aufgaben von Martina Nöltker bestehen darin, das von ihr im Rahmen des E.on-Kraftpakets aufgebaute Netzwerk zwischen der Schule und zahlreichen Ausbildungsbetrieben in Emmerthal und der Region zu erhalten und nach Möglichkeit auszuweiten, aber vor allem auch die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung zu beraten, ihre Stärken und Talente herauszuarbeiten und sie mit den Ausbildungsbetrieben in Verbindung zu bringen.

In der Praxis sorgt sie mit der Schule dafür, dass die Schüler frühzeitig Betriebspraktika absolvieren und sich so ein realistisches Bild von den Anforderungen des angestrebten Ausbildungsberufes machen können. Gleichzeitig entwickelte sich in der Vergangenheit im Verlauf der Praktika in den Betrieben ein realistisches Bild von den potenziellen Bewerbern. Passt er oder sie zum Betrieb? Passt er zur Belegschaft? Bringt er oder sie die richtigen Begabungen mit? Es war auch in der Vergangenheit ein Ansatz, der es den Absolventen der Johann-Comenius-Schule wesentlich erleichterte, einen der begehrten Lehrplätze zu ergattern.

Dass dies nicht nur auf dem Papier funktioniert, zeigten die Beispiele anwesender Schüler und Ehemaliger. Johanna Krieger beispielsweise hatte zunächst mit dem Hotelgewerbe geliebäugelt, bei einem Praktikum aber festgestellt, dass dies doch nicht das Richtige sei. „Dann habe ich ein Praktikum bei Preußen Elektra gemacht und wurde dort auch als Auszubildende für den Beruf einer Industriemechanikerin angenommen.“ In der Zukunft will sie sich mit ihrem Gesellenbrief bei der Berufsfeuerwehr bewerben.

Alessandro Ehmcke hatte sich für den Beruf des Zimmermanns interessiert und auch gleich seinen Ausbildungsplatz in seinem Praktikumsbetrieb bekommen. Annika Hohne wiederum hatte sich vorgestellt, so wie ihre Schwester, Bürokauffrau zu werden. „Aber die Arbeit im Büro hat mir dann während meiner Praktika doch nicht zugesagt. Das war mir schnell zu langweilig.“ Inzwischen ist sie Bäckereifachverkäuferin. Ihre Ausbildung hat sie wie Alessandro Ehmcke in ihrem Praktikumsbetrieb absolviert.

Maximilian Hüsing hat seinen Hauptschulabschluss noch vor sich; statt wie zunächst geplant bei einem Landschafts- und Gartenbaubetrieb in die Lehre zu gehen, will er sich jetzt bei einem großen Elektronikbetrieb bewerben. Eine Übungseinheit für das bevorstehende Vorstellungsgespräch konnte er noch am Abend mit einem der Sponsoren hinter sich bringen.



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