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Zusammenarbeit von Hilfsorganisationen auf dem Prüfstand / „Informationsfluss hätte besser sein müssen“

Übungseinsatz in Groß Berkel: Rettung aus luftiger Höhe

Groß Berkel (gro). Samstag, 10.28 Uhr. Ein Spaziergänger geht an der Erdfunkstelle vorbei, hört einen Knall und sieht Rauch aus dem Verwaltungsgebäude aufsteigen. Die Feuerwehr Groß Berkel wird per Sirene alarmiert. Die Kräfte, die gerade an einer Funk- und Fahrübung teilnehmen, eilen zur Einsatzstelle. Erleichterung bei den 25 Brandschützern: Es ist nur eine Übung, die es gleichwohl ernst zu nehmen gilt. In verschiedenen Räumen des Verwaltungsgebäudes „brennt“ es. Besucher und Mitarbeiter werden vermisst, darunter einer, der in einer Parabolantenne arbeitete. Die Feuerwehr lässt das Technische Hilfswerk des Ortsverbandes Hameln nachalarmieren, darunter auch die Höhenarbeitsgruppe aus Springe. Polizei und DRK sind ebenfalls vor Ort. Kurze Zeit später ist das THW mit 28 Rettern und acht Fahrzeugen eingetroffen.

veröffentlicht am 27.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 19:21 Uhr

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Spektakulär ist die Rettung auf der Rückseite der großen Parabolantenne in gut 20 Metern Höhe. Ein Retter der Höhenarbeitsgruppe sichert ihn, befreit ihn mit einer Rettungsschere von einem längeren Metallstreifen und lässt ihn dann hinunter zu Christopher Beck. Der hat mittlerweile, in Zusammenarbeit mit dem „Bodenpersonal“, eine Seillinie über gut 40 Meter Entfernung und 20 Meter Höhe zum Boden von der Arbeitsplattform aus geschaffen. Nachdem der Verletzte, in diesem Fall eine Puppe, gut in der Rettungstrage angegurtet und gesichert ist, heben Beck und ein Kollege die Trage auf die Brüstung der Parabolantenne. Beck lässt sich zusammen mit Trage und dem Verletzten hinunter, wird dabei durch Seile von den Kollegen gesichert. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW müsse intensiviert werden, denn der Informationsfluss hätte für die Einsatzleitung besser sein müssen, zieht Roland Derwich von der Übungsleitung das Fazit nach drei Stunden Übung. Es sei alles gut gelaufen, keiner habe herumgestanden und die Höhenarbeitsgruppe habe ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen können, sagt Tobias Tassler, Ortsbeauftragter des THW.

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