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Feuerwehr und Rotes Kreuz, THW sowie DLRG auf der Weser im Einsatz / Problem mit Funkverbindung

Übung zeigt: Im Ernstfall werden mehr Kräfte benötigt

Emmerthal (ubo). Die Szenerie mutet gespenstisch an. Mitten auf der Weser zwischen Ohr und Emmern treibt ein Personenschiff auf dem Fluss. An der Reling stehen Kinder und Jugendliche, die laut um Hilfe rufen. Aus dem Schiff dringt dichter Rauch. Gottlob kein Ernstfall, eine Großübung läuft auf und am Fluss.

veröffentlicht am 15.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:21 Uhr

Am Ufer werden die „Verletzten“ von Mitgliedern der DRK-Bereitschaft versorgt. Foto: ubo
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Die Lage stellt sich für die Einsatzkräfte so dar: Der Motor des Schiffes brennt, 27 Verletzte gilt es, von Bord zu holen. An der Übung beteiligt sind Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk. Die DLRG steht zur Sicherheit bereit, falls jemand während der Übung ins Wasser fällt und aus der Weser gezogen werden muss.

Um die Personen vom Schiff zu holen, baut die Feuerwehr eine Verbindung auf. Mit dem Schlauchboot sollen die Menschen ans Ufer gebracht werden. Um den Brand bekämpfen zu können, müssen Atemschutzgeräteträger von dort zum Dampfer gebracht werden. Das ist nicht so einfach, denn die Strömung ist stark. Das Schlauchboot muss mit einem Motorboot zum Schiff gezogen werden. Von der Kreisfeuerwehr und der Wehr Hameln werden weitere Boote angefordert, das THW schickt auch zwei Boote. Das DRK baute derweil in Ohr ein Lager auf, in dem die 27 „Verletzte“ versorgt werden. Angenommen wird, dass sie Verbrennungen erlitten haben, unter Wirbelsäulentrauma leiden, bewusstlos sind oder sich Rauchgasvergiftungen zugezogen haben. Eine Person, die versorgt werden muss, ist erblindet. „Mit dem Szenario der Übung wollten wir probieren, wie effektiv Menschen von einem Schiff zu retten sind“, erläutert Thomas Klemme von der Ortswehr Kirchohsen, der zusammen mit Matthias Hüsing die Übung ausgearbeitet hat. Mit eingebunden waren auch die DRK-Bereitschaften Marienau, Bad Pyrmont und Hameln unter der Leitung von Bereitschaftsführer Michael Bretzig und die Fachgruppe Wasserrettung des Technischen Hilfswerkes, die von Detlev Grabbe angeführt wurde.

Das Schiff, die „Brisago“, wurde von der Weser-Personenschifffahrt zur Verfügung gestellt. Für die Übung wurde die Weser vom Wasserschifffahrtsamt Hannoversch Münden gesperrt, was allerdings die Besatzung eines Fahrgastschiffes nicht daran hindert, während der Übung in den gesperrten Bereich einzufahren. Nach einem energischen Hinweis macht das Schiff aber wieder kehrt.

Insgesamt waren 67 Kräfte der Feuerwehren aus Kirchohsen, Hagenohsen und Hameln, 18 Helfer des Roten Kreuzes, das THW mit 17 Personen und 30 Mitglieder von Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis als Mimen beteiligt. Die jungen Leute, die Unfallopfer spielten, wurden von der „Realistischen-Unfall-Darstellung“ geschminkt.

Nach der rund zweieinhalbstündigen Übung sind sich die Einsatzleiter einig: „Das war mal was anderes.“ Michael Bretzig ist begeistert: „Die Übung war gut .“ Verschwiegen wird aber nicht, dass auch Schwierigkeiten sichtbar wurden. „Wie so oft auch bei anderen Übungen stellten sich Kommunikationsprobleme ein, zumal eine Funkverbindung aus geografischen Gründen nicht richtig funktionierte“, räumt Thomas Klemme ein. Einig war man sich auch, dass im Ernstfall viel mehr Einsatzkräfte benötigt werden.



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