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Amphicar Club Berlin trifft sich an der Weser in Grohnde

25 Schwimmwagen ziehen neugierige Blicke auf sich

EMMERTHAL. Über Ostern haben Gäste mit ganz besonderen Autos am Grohnder Fährhaus eingecheckt. Der Amphicar Club Berlin ist mit 25 Schwimmwagen aus ganz Deutschland angereist. Dreimal im Jahr trifft man sich an Flüssen oder Seen und frönt der besonderen Art der Fortbewegung, für die neben einem Führerschein auch der Sportbootschein nötig ist.

veröffentlicht am 02.04.2018 um 15:47 Uhr
aktualisiert am 02.04.2018 um 17:00 Uhr

Zwei Schiffsschrauben unter der hinteren Stoßstange ermöglichen die Fahrt auf der Weser.
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Andrea Gerstenberger Reporterin
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Diesmal ist es für den 1. Vorsitzende René Pohl aus Aerzen quasi ein Heimspiel. „Wir haben hier ideale Bedingungen. Unsere Mitglieder kommen mit dem Wohnmobil und ihren Amphicars auf dem Hänger aus ganz Deutschland, von Pforzheim bis Hamburg, aus Berlin oder Köln.“ Und so stehen die grünen und roten, gelben und orangenen Cabriolets mit den zwei Schiffsschrauben unter der hinteren Stoßstange als bunte Blickfänge neben den jeweiligen Wohnmobilen ihrer Besitzer. Weniger als 4000 Amphicars wurden zwischen 1962 und 1968. Konstruiert vom Ingenieur Hans Tippel, haben sie eine Ganzstahlkarosse und einen Vierzylinder Reihenmotor mit 38 PS, der es auf der Straße auf 120 Stundenkilometer bringt und auf 6,5 Knoten auf dem Wasser. Auf der Weser mit ihrer Strömung heißt das: Gegen den Strom wird es schwierig. Und so schwimmen die Amphicars mit der Typenbezeichnung 770 lieber stromabwärts. Ein kleines Abenteuer ist das Überqueren der Weser, die zurzeit viel Wasser führt und damit auch schnell fließt. Gelenkt werden die Amphicars an Land und im Wasser mit der Vorderachse. „An der Weser gibt es für uns zahlreiche Möglichkeiten, rein und raus zu fahren. Das macht interessante Touren möglich“, so René Pohl, der selbst einen selteneren und größeren Amphi-Ranger mit 145 PS fährt.

„Davon wurden von 1985 bis 1995 nur 69 Stück gebaut, ursprünglich als Servicefahrzeug beim Pipelinebau“, erzählt er während einer Spritztour, die an der Grohnder Fähre über die Weser geht, dann zum Ruhberg auf der B 83 entlang führt und von dort auf der Weser zurück zum Fährhaus. Dabei berichtet er auch von den Ausflügen der Gruppe. „In den drei Tagen hier waren wir unter anderem im VW Veteranenmuseum der Familie Grundmann in Hessisch Oldendorf und im Motorenmuseum der Familie Pott in Erpentrup. Von dort aus ging es dann auf die Rennstrecke Bilster Berg bei Bad Driburg.“ Mit 38 PS eine Runde auf der Rennstrecke, das ist schon ein besonderes Erlebnis.

Auf der Weser konnte man die Fahrzeuge unter anderem von Hameln nach Hessisch Oldendorf und flussaufwärts bei Holzminden bewundern. „Am Ostersonntag waren wir in Bad Pyrmont in den Kronenlichtspielen.“ Was es zu sehen gab? Natürlich einen Amphicar-Film. Und danach ging es über die Ottensteiner Hochebene und in Hehlen wieder aufs Wasser. Pfingsten steht schon das nächste Treffen auf dem Jahresplan. „Dann geht es an die Müritz. Im Oktober treffen wir uns in Italien am Comer See.“ Dort werden die exotischen Amphicars sicher wieder Aufsehen erregen.

Fortbewegung der besonderen Art: René Pohl im Amphi-Ranger. Fotos: ag


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