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Mutmaßlicher Unfallverursacher hatte Führerschein auf Probe / Landesstraße bei Hagenohsen bis gestern gesperrt

19-Jähriger erliegt seinen Verletzungen im Krankenhaus

Hagenohsen (ube). Der mutmaßliche Verursacher des schweren Verkehrsunfalls, der sich am Dienstagabend gegen 20 Uhr auf der Landesstraße 424 zwischen Latferde und Hagenohsen ereignet hat (wir berichteten), ist tot – der junge Mann sei seinen Verletzungen in der Medizinischen Hochschule Hannover erlegen, teilte Kommissar Dirk Barnert gestern mit. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen 19 Jahre alten Mann aus Bodenwerder. Vier weitere Männer hatten bei der Kollision teils schwere Verletzungen erlitten. Die Straße zwischen Bückeberg und Weser war mehr als fünf Stunden voll gesperrt. Sie wurde erst gestern um 1.10 Uhr wieder freigegeben. Zur Spurensuche und -sicherung hatte die Hamelner Polizei extra einen Spezialisten aus Hessisch Oldendorf angefordert.

veröffentlicht am 18.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:41 Uhr

Der BMW des mutmaßlichen Unfallverursachers wurde bei der Kollision aufgerissen. Foto: ube
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Inzwischen glauben die Ermittler zu wissen, wie sich der Unfall zugetragen hat. „Es wurden vor Ort Augenzeugen befragt und Spuren ausgewertet“, sagt Barnert. Der mit drei jungen Männern aus Bodenwerder besetzte BMW des 19-Jährigen sei von Latferde in Richtung Hagenohsen unterwegs gewesen. Der Autofahrer habe einen Citroën und einen VW-Lieferwagen überholen wollen.

„Während dieses Vorgangs hat er bemerkt, dass ihm ein BMW Cabrio eines 35-jährigen Emmerthalers entgegenkommt“, sagt der Kommissar. Die beiden BMW prallten nahezu frontal zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Wagen des 19-Jährigen zunächst gegen den VW-Transporter. Dann drehte sich der BMW, dessen Fahrerseite aufgerissen war, mehrfach um die eigene Achse, überschlug sich und blieb schließlich auf dem Dach liegen. Rettungsmannschaften der Feuerwehr Kirchohsen befreiten die eingeklemmten BMW-Fahrer mit schwerem Gerät.

Der 19-Jährige hatte sich schwerste Verletzungen zugezogen – er wurde nach einer ersten Behandlung am Straßenrand mit Intensivtransporthubschrauber „Christoph Niedersachsen“ zur Medizinischen Hochschule geflogen. Die Ärzte konnten ihn jedoch nicht retten. Die anderen Unfallopfer wurden mit Notarzt-, Rettungs- und Intensivtransportwagen des Roten Kreuzes, der Hamelner Feuerwehr und des Landkreises Holzminden ins Sana-Klinikum eingeliefert. Der Fahrer (35) des BMW Cabrio und ein Mitfahrer (18) des anderen BMW seien schwer verletzt worden, sagte Barnert. Ein 19-Jähriger, der neben dem mutmaßlichen Unfallverursacher gesessen hatte, und der Fahrer des VW-Transporters – ein 47-Jähriger aus Coppenbrügge – seien mit leichten Verletzungen davongekommen.

Der 19-Jährige, der zum Überholen angesetzt hatte, besaß nach Angaben der Polizei einen Führerschein auf Probe. Das Dokument sei ihm im Oktober 2009 ausgehändigt worden, hieß es.

Die Polizei hat die drei Wracks „für eine mögliche technische Untersuchung sichergestellt“.



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