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Leader-Aktionsgruppe gab grünes Licht für die Anträge aus den Kommunen

13 Projekte für die Region

GROHNDE. Insgesamt 13 Projekte arbeitete die Lokale Aktionsgruppe der Leader-Region Östliches Weserbergland bei ihrer Sitzung unter dem Vorsitz von Gustav Gerken im Café des Grohnder Dorfladens ab. Die Vertreter der Kommunen des Landkreises, Bad Münder, Bad Pyrmont, Coppenbrügge, Emmerthal und Salzhemmendorf bot sich die Gelegenheit, sich nach der Versammlung von den gut verwendeten Mitteln ebenfalls aus dem Leader-Programm zu überzeugen.

veröffentlicht am 14.09.2017 um 15:20 Uhr

Vorzeigeprojekt: der Grohnder Dorfladen Foto: Wal
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Autor

Uwe Bosselmann Reporter
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Viele waren von der Größe des Dorfladens überrascht. Hubert Hennig, Vorsitzender des Beirats Grohnder Dorfladen, blickte zu Beginn auf die Geschichte des Dorfladens zurück, der in der alten Grundschule eingerichtet wurde und seit Dezember 2014 geöffnet ist. Bürgermeister Andreas Grossmann ergänzte, dass aus den Fördermitteln auch eine Machbarkeitsstudie erstellt wurde. Dieses Ergebnis muss wohl die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe, die Vertreter aus den Kommunen milde gestimmt haben. Stimmten sie doch einstimmig für die vorgestellten Projekte.

Vor den Abstimmungen gab Verena Heumann vom „Regionalmanagement Sweco GmbH“ die zur Verfügung stehenden Fördergelder bekannt. Belief sich das Kontingent der Mittelbindung 2015 noch auf 354 300 Euro von denen noch 120 894 Euro verfügbar sind, so erhöhte sich das Kontingent 2016 auf 378 673 Euro von denen noch 301 246 Euro zur Verfügung stehen, Von zehn beantragten Projekten wurden acht bewilligt.

Die Vertreter der Kommunen stimmten der Beschlussvorlage zu, dass die Fördergrenze von privaten Antragstellern mit Gewinnabsicht maximal 25 Prozent und maximal 50 000 Euro beträgt. Bei öffentlichen und privaten Antragstellern unabhängig von ihrer Rechtsform, soll die reguläre Fördergrenze 50 bis 65 Prozent und maximal 100 000 Euro betragen. Mit dem seit 1991 laufenden Leader-Programmen sollen innovative und modellhafte Projekte, wie ein Dorfladen, im ländlichen Raum der Europäischen Union gefördert und zu einer eigenständigen Entwicklung unterstützt werden. Diese Unterstützung kann auch eine Förderung für eine Beratung von Unternehmen und Privatleuten im Bereich Solar- und/oder Photovoltaikanlagen bedeuten, machte Tobias Timm von der Klimaschutzagentur der Versammlung deutlich macht.

Den größten Raum nahm die Abstimmung über Projekte in den Kommunen Bad Münder, Bad Pyrmont, Coppenbrügge, Emmerthal und Salzhemmendorf sowie dem Landkreis Hameln-Pyrmont ein. Die Art der Projekte reicht dabei von Beratung im Bereich Erhaltung alter Baukultur in den Dörfern über Konzepterstellung bis zur Bausanierung. So beantragte die IG Bauernhaus landkreisübergreifend Förderung für einen Baukulturdienst, um Eigentümer alter ortsbildprägender Bausubstanz kompetent zum Erhalt beraten zu können. Die Stadt Bad Münder möchte ihr Solebad neu ausrichten, da es irreparabel geschädigt ist. Um eine Entscheidung treffen zu können soll eine Studie erstellt werden. Einen relativ kleinen Antrag stellte der Landkreis Hameln-Pyrmont, um den Messeauftritt auf der Grünen Woche ab 2018 zu verbessern.Eine Unterstützung durch EU-Mittel zur Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung stellte die Stadt Bad Pyrmont, bei dem besonders das Gewerbe, der Einzelhandel und der Tourismus berücksichtigt werden soll. Ebenso muss die der Spelunkenturm und denkmalgeschützte Emmerbrücke in Löwensen saniert werden.

Im Bereich Coppenbrügge stand die Anbaumaßnahme im Burginnehof im Mittelpunkt. Bedingt durch die Verlegung der Bundesstraße 1 im Bereich Coppenbrügge, stellte die Kommune den Antrag zur Aufnahme der Dorfregion Coppenbrügge-Marienau in das Niedersächsische Dorf- Entwicklungsprogramm.

Die Gemeinde Emmerthal hat sich vorgenommen, die Gewerbeflächenentwicklung voranzutreiben und möchte zuvor eine Potenzialanalyse erstellen lassen. Ein gänzlich anderes Projekt verfolgt Salzhemmendorf. Sie stellt sich Kommunikationsinseln in Form von Grünanlagen in Salzhemmendorf vor.

Die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe bewilligten die EU-Fördergelder.

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