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Ladendieb wird Fall für Staatsanwaltschaft

7,99 Euro – es war nicht die teuerste Flasche Schnaps aus dem Regal, die ein 45-jähriger Mann am Montag an einer münderschen Supermarktkasse vorbeischmuggelte. Vorbei an der Kasse, aber nicht am Ladendetektiv, dem der Diebstahl aufgefallen war. Der Ladendieb räumte die Tat sofort ein, gab die Flasche zurück – und wurde in der Folge dennoch ein Fall für die Staatsanwaltschaft, die sich am Dienstag damit beschäftigen musste. Warum? Gleich zwei Umstände sprachen gegen den Mann: Kein Wohnsitz in Deutschland – und ein Messer in seiner Tasche. Das wurde von der Polizei gefunden, die routinemäßig zur Aufnahme des Ladendiebstahls gerufen wurde. Und mit dem Fund wurde der Diebstahl ein „Diebstahl mit Waffen“, der in der strafrechtlichen Bewertung in einer ganz anderen Liga spielt. „Egal, wie geringwertig das Diebesgut auch ist – man hat dann mit einer Freiheitsstrafe zu rechnen“, sagt die Erste Staatsanwältin Kathrin Söfker. „Wir haben in der Sache die Haftfrage geprüft. Letztlich ist aber kein Haftbefehl erlassen worden, weil kein Haftgrund vorliegt", sagt die Staatsanwältin. Nach der Tat war der Mann zur Klärung der Haftfrage festgenommen worden. Er verbrachte die Nacht in Polizeigewahrsam.

veröffentlicht am 19.10.2021 um 16:34 Uhr



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