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Netzbetreiber schlagen ihre Favoriten-Route für die Stromtrasse vor

Stromtrasse Südlink – Hameln-Pyrmont wird verschont

BERLIN/HANNOVER. Die Stromtrasse Südlink soll als Hauptschlagader der Energiewende Strom von Küste in den Süden transportieren. Schon lange ist klar, dass Niedersachsen als Flächenland stark betroffen sein wird. Nun gibt es Details zum Routenverlauf. Hameln-Pyrmont ist nicht mehr betroffen, dafür aber Springe.

veröffentlicht am 21.02.2019 um 17:05 Uhr
aktualisiert am 21.02.2019 um 18:30 Uhr

Durch solche dicken Kabel soll später der Strom fließen. Foto: dpa
Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Der Verlauf der Stromtrasse Südlink wird konkreter und soll in Niedersachsen westlich an Hannover, Hildesheim und Göttingen vorbeiführen. Den Landkreis Hameln-Pyrmont lässt diese Trasse quasi links liegen, führt aber quer durch die Deister-Region nahe Springe und Eldagsen. Die Netzbetreiber Tennet und TransnetBW präsentierten am Donnerstag in Berlin ihren Vorschlag, den sie in den kommenden Wochen bei der Bundesnetzagentur einreichen wollen. Ein alternativer Korridor für das Erdkabel würde östlich an den drei Städten entlanglaufen.

Nach den Vorstellungen der Betreiber soll die Trasse von Schleswig-Holstein durch Niedersachsen – mit 315 Kilometern bekommt Niedersachsen den längsten Teil – über Nordhessen und Südthüringen nach Bayern und Baden-Württemberg verlaufen. Die 700 Kilometer lange Gleichstromtrasse, die als Hauptschlagader der deutschen Energiewende gilt, soll Windstrom vom Norden in die Industriezentren im Süden bringen. Es gibt dabei die gesetzliche Vorgabe, Erdkabeln den Vorrang vor Freileitungen zu geben.

Für den Vorrang von Erdkabeln hatten sich zahlreiche Kommunen und Bürgerinitiativen seit Jahren starkgemacht. Politische Bündnispartner vom hohen Norden bis nach Bayern hatten sich unter Führung des Landkreises Hameln-Pyrmont bereits im Jahr 2014 auf eine sieben Punkte umfassende „Hamelner Erklärung“ geeinigt. Darin hieß es unter anderem: „Vorrangig Erdverkabelung – nur in Ausnahmefällen Strommasten.“

„Es ist gut für die Akzeptanz, dass die Trasse jetzt im Gegensatz zu vorher überwiegend unterirdisch verlaufen soll“, sagt denn auch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) zu den Plänen.

In Niedersachsen ist aber nicht nur der Verlauf der Trasse umstritten. Vor allem Landwirte stören sich an den geplanten Entschädigungen. Aus Sicht des Landesbauernverbandes ergeben sich für die Betroffenen kaum absehbare Folgen für die Ertragsfähigkeit der Böden. „Dieser dauerhafte Nachteil muss adäquat ausgeglichen werden, wir fordern daher wiederkehrende Entschädigungszahlungen“, sagt der Vizepräsident des Landvolks, Holger Hennies.

In den kommenden Wochen wollen die Unternehmen Bürger vor Ort über die Hintergründe der Streckenauswahl informieren, kündigte Christoph Schulze-Wischeler an, der bei Tennet für den Netzausbau zuständig ist. Die Planungen sollen bis 2021 abgeschlossen werden. Gebaut werden soll der Südlink dann bis bis zum Jahr 2025.



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